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HERNIENZENTRUM

Das Hernienzentrum Coesfeld ist ein Zentrum für die operative Therapie von Leisten- und Bauchwandbrüchen. Es wurde im April 2014 erfolgreich von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie und der Deutschen Hernien-Gesellschaft als „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie“ zertifiziert. Damit halten wir das erste Zentrum dieser Art im Münsterland und in Westfalen vor.

Die erfolgreiche Zertifizierung als Kompetenzzentrum drückt die hohe Qualität der Versorgung unserer Patienten aus – verbunden mit einer niedrigen Komplikationsrate und guten Langzeitergebnissen. Um ein solches Zertifikat zu erlangen, müssen strukturiert festgelegte Verfahren für die Operationstechnik, die Vor- und Nachbereitung eingehalten, dokumentiert und in einem strengen Zertifizierungsprozess nachgewiesen werden.

In unserem Zentrum werden alle Arten und Formen von Brüchen von einem spezialisierten Ärzteteam und in hoher Fallzahl behandelt: Im Jahr 2013 wurden in Coesfeld 649 Bruchoperationen durchgeführt. Damit sind wir bundesweit unter den Kliniken mit den meisten Eingriffen. Das operative Spektrum umfasst sämtliche Leisten-, Nabel-, Narben-, parastomale, Zwerchfell- und sonstige Bauchwandbrüche. Unser Team beherrscht alle gängigen Techniken. Somit  wird für Sie das individuell schonendste und erfolgversprechendste Verfahren ausgewählt. Über die Hälfte der Eingriffe werden minimal-invasiv durchgeführt, also in der sogenannten Schlüsselloch-Technik. Das ist ein besonders schmerzarmes Verfahren, welches eine rasche Wiederaufnahme der körperlichen Betätigung erlaubt.

Seit 2012 nehmen wir an der externen Qualitätssicherung der gemeinnützigen Gesellschaft Herniamed (www.herniamed.de) der Deutschen Herniengesellschaft teil. Dadurch ist eine engmaschige Nachuntersuchung und Qualitätskontrolle aller unserer Bruchoperationen gewährleistet.
Bei einem Verdacht auf eine Hernie oder bei bereits gestellter Diagnose beraten wir Sie gerne über die Therapiemöglichkeiten.

 

frommhold_und_kringsDr. Klaus Frommhold, Zentrumsleiter | Dr. Friedrich Krings, Chefarzt

 

Wir bieten ihnen

Was ist ein Bruch?

Was ist ein Bruch (lat. Hernie)?

Ein Bruch, lateinisch Hernie, bezeichnet den Austritt von Eingeweiden aus einer angeborenen oder erworbenen Lücke in den tragenden Bauchwandschichten. Durch den Druck in der Bauchhöhle können die tragenden Bauchwandschichten soweit auseinanderweichen, dass es zu einer beutelartigen sichtbaren Vorwölbung der restlichen Schichten kommt. Die innere Auskleidung dieser Vorwölbung besteht aus Bauchfell. Der Bruch kann ausgefüllt werden mit einem Fettzipfel oder Darmschlingen.

Durch sanften Druck von außen kann ein Bruch meist zurückgedrückt werden. Gelingt dies nicht, spricht man von einem eingeklemmten Bruch. Hierdurch kann ein lebensbedrohlicher Darmverschluss entstehen. Ein Bruch heilt nie von selbst und wird im Laufe der Zeit immer größer. Das Tragen eines Bruchbandes verhindert weder die Einklemmung noch das Größenwachstum. Daher sollte jeder Bruch geplant operiert werden. Nur durch eine Operation ist eine Heilung möglich.

Unser Ziel ist die rasche, schonende, komplikationslose und dauerhafte Heilung Ihres Bruches. Dazu gehören für uns:

  • Patientenkomfort
  • Patientensicherheit nach Vorgaben der WHO
  • Spitzenmedizin durch Spezialisierung
  • Mitwirkung an aktuellen Studien, Qualitätssicherung
  • Einsatz modernster, auf den Patienten zugeschnittenen Operationsverfahren
  • Kontinuierliche ärztliche Fortbildung durch Teilnahme an nationalen und internationalen Kongressen
  • Verwendung modernster Implantate
  • Individuelle Betäubungsverfahren

Bei einem Verdacht auf eine Hernie oder bei bereits gestellter Diagnose beraten wir Sie gerne über die Therapiemöglichkeiten. Ein Termin in unserer speziell eingerichteten Herniensprechstunde kann über das Sekretariat der Chirurgischen Klinik 1 bei Frau Stockhoff unter der Telefonnummer 02541-8912052 vereinbart werden.

Leistenbruch

Leistenbruch

Ein Leistenbruch ist eine Vorwölbung in der Leiste, häufig kommt es zu einem Druckgefühl oder einem Stechen bei körperlicher Belastung, bei längerem Stehen oder beim Heben, nicht selten auch zu ausstrahlenden Schmerzen oder Ziehen in Richtung Hoden. Im Liegen sind diese Beschwerden meist rückläufig. Ein Leistenbruch ist bei Männern 9mal häufiger als bei Frauen, dies liegt an anatomischen Besonderheiten des Leistenkanals. Gerne tritt ein Leistenbruch beidseitig auf.

Die Diagnose eines Leistenbruchs wird im Rahmen einer körperlichen Untersuchung durch einen erfahrenen Chirurgen gestellt. Bei unklaren Befunden kommt zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung zur Anwendung.

Ursache des LeistenbruchsEine Hernie tritt auf bei einem Missverhältnis zwischen Druckbelastung und Stabilität der Bauchwand, d.h. wenn der Bauchinnendruck im Verhältnis zur Bauchdeckenfestigkeit zu groß ist. Hernien können dann an Schwachstellen der Bauchwand entstehen.

Risikofaktoren für einen Leistenbruch

  • Angeborene Bindewebsschwäche
  • Chronischer Husten, Asthma, chronische Bronchitis
  • Verstopfung, starkes Pressen beim Stuhlgang
  • Starkes Übergewicht
  • Übermäßige körperliche Arbeit z.B. beim Gewichtheben, Schwerstarbeit
  • Bauchwassersucht
  • Unterernährung, Eiweißmangel, Tumorleiden, Kortisondauertherapie

Die Leistenbruchoperation

Die Operation eines Leistenbruchs ist weltweit der häufigste Eingriff in der Allgemeinchirurgie, allein in Deutschland erfolgen pro Jahr ca. 220.000 Operationen. In unserer Klinik werden im Jahr über 300 Leistenbruchoperationen durchgeführt.

Bei der Operation des Leistenbruchs gibt es kein für alle Patienten gleichermaßen geeignetes Verfahren. Vielmehr finden die individuellen Lebensumstände, die Größe des Bruchs, die Begleiterkrankungen und Voroperationen Berücksichtigung bei der Auswahl der Operationstechnik. Prinzipiell gibt es offene und endoskopische Verfahren. Die Lücke in der Bauchdecke wird verschlossen und ein Kunststoffnetz zur Verstärkung der geschwächten Bauchwand eingesetzt. Die Rückfallquote beträgt dadurch unter 5%.

Offene Leistenbruchoperation

Durch einen Schnitt in der Leiste wird der Bruchsack aufgesucht und die Darmanteile zurück in die Bauchhöhle geschoben. Der überschüssige Bruchsack wird entfernt und das Bauchfell verschlossen. Die Lücke in der Bauchwand wird mit einer Naht verschlossen und zwischen Bauchfell und Leistenkanal ein Kunststoffnetz eingesetzt. In ausgesuchten Fällen wird ein Leistenbruch auch nur durch eine Raffung und Verdopplung von Anteilen der Bauchwand ohne Einbau eines Netzes repariert. Diese Operation ist auch in örtlicher Betäubung möglich.

Endoskopische Leistenbruchoperation (Bauchspiegel-OP, Schlüsselloch-Methode)
Über einen 1 cm kleinen Schnitt im Bauchnabel wird eine Kamera mit Lichtquelle in die Bauchhöhle oder in die Schichten der Bauchdecke eingeführt Die Höhle wird mit CO2-Gas aufgebläht und zwei chirurgische Instrumente werden über kleine Schnitte eingeführt. Der Bruch wird aus der Bauchdecke herauspräpariert und ein Kunststoffnetz wird zwischen Leistenkanal und Bauchfell eingelegt. Am Ende der Operation wird das Bauchfell mit einer Naht verschlossen. Nach größeren Bauchoperationen ist dieses Verfahren weniger geeignet. Die endoskopische Leistenbruch-Operation ist besonders gut bei beidseitigen Leistenbrüchen und bei Rückfallbrüchen (Rezidiven) geeignet. Die Patienten sind nach der Operation etwas schneller wieder voll belastbar und haben weniger Schmerzen als nach einer offenen Operation. Dieses Verfahren kommt mit kleineren Narben aus, die später kaum oder gar nicht mehr sichtbar sind. Allerdings ist diese OP-Technik technisch anspruchsvoller und schwieriger zu erlernen.

Blick von innen auf die linke Seite eines Mannes mit einer sog. kombinierten Leistenhernie
Verhalten nach einer Leistenbruch-Operation
Wir empfehlen eine körperliche Schonung für zwei Wochen mit schmerzangepaßter Belastung. Unsere Devise lautet: „Alles was nicht weh tut, ist erlaubt“. So dürfen unsere Patienten z.B. sofort wieder duschen und sollen sich normal am Alltagsleben beteiligen. Spazierengehen, Autofahren, Fahrradfahren, übliche Hausarbeiten und sitzende Tätigkeiten sind uneingeschränkt möglich. Schwere körperliche Arbeit sollte für ca. drei Wochen unterlassen werden.

Schenkelbruch

Schenkelbruch

Schenkelhernien gehören zu den Brüchen der Leistenregion. Die Bruchpforte liegt jedoch unterhalb des Leistenbandes (im Gegensatz zum Leistenbruch).

Während Schenkelhernien beim Mann sehr selten sind, ist bei der Frau jeder 10. Bruch der Leistenregion eine Schenkelhernie. Bedingt durch die relativ kleine Bruchpforte findet sich bei einer Schenkelhernie oft keine typische Verwölbung unter der Haut.

Zur Diagnoseerstellung ist neben dem tastenden Finger des erfahrenen Chirurgen oft die Ultraschalluntersuchung hilfreich. Tückischerweise kommt es bei Schenkelhernien häufiger zu einer Einklemmung als bei Leistenbrüchen. Schenkelhernien gehen häufiger mit Schmerzen einher als Leistenbrüche. Die Beschwerden bzw. Schmerzen strahlen meist in Richtung Oberschenkelinnenseite aus.

Die operative Behandlung erfolgt wie beim Leistenbruch. Da ohne Kunststoffnetz operierte Schenkelhernien zu Wiederholungsbrüchen neigen, verschließen wir die Bruchpforte in der Regel mit einem Kunststoffnetz. Ausnahmen bilden sehr kleine Brüche bei jungen Patienten.

Nabelbruch

Nabelbruch

Nach dem Leistenbruch ist der Nabelbruch die zweithäufigste Hernie der Bauchwand. In unserer Klinik werden im Jahr über 100 Nabelbrüche operativ repariert.

Was bedeutet Nabelbruch (Nabelhernie) / Bauchdeckenbruch oberhalb des Nabels (epigastrische Hernie)?

Beim Nabelbruch besteht eine präformierte Schwachstelle der Bauchwand (dort, wo die Nabelschnurgefäße hindurchtraten) direkt im Bereich des Nabels, so dass hierdurch Gewebe aus dem Bauchraum unter die Haut heraustreten kann. Beim epigastrischen Bruch liegt die Bruchlücke in der Mittellinie des Bauches auf der Strecke zwischen Unterrand des Brustbeins und des Nabels.

Welche Beschwerden verursacht der Nabelbruch / epigastrische Bruch?

Charakteristisch ist die Vorwölbung im Nabelbereich mit Verstreichen der Nabelgrube, örtliche Schmerzen, besonders bei körperlicher Belastung, können auftreten. Bei den epigastrischen Brüchen liegt die Vorwölbung entsprechend oberhalb des Nabels.
Welche Untersuchungen sind beim Nabelbruch / epigastrischen Bruch erforderlich?
Die körperliche Untersuchung ist meistens ausreichend, um derartige Brüche zu diagnostizieren. Falls nötig wird ergänzend eine Ultraschalluntersuchung der Bauchwand durchgeführt.
Warum muss der Nabelbruch / epigastrische Bruch operiert werden?

Wie bei anderen Bauchwandbrüchen besteht auch hier das Risiko der Einklemmung vorgefallener Darmanteile. Um dieser „Notsituation“ zuvor zu kommen, sollten diese Brüche geplant versorgt werden. Ein Bruch heilt nie von selbst, sonder wird in der Regel im Laufe der Zeit größer, somit ist nach Diagnosesicherung auch die Indikation zur Operation gegeben. Die Ausnahme hiervon sind Nabelbrüche bei Kindern unter 2 Jahre, da bei ihnen noch die Möglichkeit des Spontanverschlusses einer Nabelhernie besteht. Hier kann mit der Operation gewartet werden, sofern keine Beschwerden bestehen.
Wie wird der Nabelbruch / epigastrische Bruch operiert?

Konventionelle Operation mit Bauchschnitt
Am Unterrand des Nabels wird ein halbkreisförmiger Schnitt angelegt und die Nabelhaut von der Unterlage abgehoben. Der Bruchsack wird abgetragen. Bei sehr kleinen Brüchen kann die Bruchpforte mit Naht direkt verschlossen werden. In der Mehrzahl der Fälle wird aber eine Bachwandverstärkung mit Einpflanzung eines Kunststoffnetzes in die Bauchwand erfolgen. Die Versorgung der epigastrischen Brüche erfolgt in analoger Weise. Hier wird der Hautschnitt direkt über dem Bruch geführt.

Minimal-invasive Operation (Bauchspiegelung, „Schlüsselloch-Chirurgie“)
Hierbei wird der Bruch von innerhalb der Bauchhöhle aus versorgt. Per Bauchspiegelung wird zunächst das vorgefallene Gewebe in die Bauchhöhle zurückverlagert und dann ein Kunststoffnetz von innen vor die Bruchpforte gelegt. Das Netz wird mit Fäden ausgespannt und mit resorbierbaren Ankern an der Bauchdecke befestigt. Das Netz wird von einer Gewebeschicht überwachsen, so dass es auch nach Auflösung der Anker in seiner Position bleibt. Dieses Verfahren ist jedoch meistens den Rezidivbrüchen (erneuter Bruch nach bereits erfolgter Operation) oder ungünstigen OP-Bedingungen (z. B. extrem übergewichtiger Patient) vorbehalten. Die Versorgung der epigastrischen Brüche erfolgt in analoger Weise.

Welches Verfahren bei Ihnen zur Anwendung kommt, wird im Gespräch mit dem Arzt entschieden.

Narbenbruch

Narbenbruch (Narbenhernie)

Was bedeutet Narbenbruch?

In Deutschland beträgt die geschätzte Zahl neu aufgetretener Narbenbrüche 40.000-70.000 jährlich. In unserer Klinik werden im Jahr über 60 Narbenbrüche operiert.

Ein Narbenbruch kann im Bereich von Operationsnarben an der Bauchwand entstehen, wenn dort eine Schwächung der Bauchwand auftritt. Dies passiert nach bis zu 20% aller Operationen. In der Bauchwand entsteht dann eine Lücke (die sog. Bruchpforte) durch die Gewebe aus der Bauchhöhle (z.B. Fettgewebe oder Darmanteile) unter die Haut vorfallen kann. Dieser „Vorfall“ ist dann als Vorwölbung sicht- und tastbar. Ein Narbenbruch muss nicht notwendigerweise Beschwerden verursachen, gefürchtet ist jedoch die Einklemmung von Darmanteilen in der Bruchpforte, die dann absterben können, weil durch die Einklemmung die Blutzufuhr vermindert ist.

Die Entstehung eines Narbenbruchs wird durch folgende Umstände begünstigt
Husten, akute oder chronische Atemwegserkrankungen, maschinelle Beatmung nach Bauchoperation, Darmverschluss, Bauchwasser, Übergewicht, Nierenfunktions-störungen, Wundinfekte, Zuckerkrankheit, Tumorleiden, Eiweißmangel, Alkohol- und Nikotinmißbrauch, Bindegewebsschwäche, wiederholte Bauchschnitte, fehlerhafte Wundverschlußtechnik.
Welche Beschwerden verursacht der Narbenbruch?

Häufig bemerken die Patienten eine zunächst kleine Vorwölbung im Narbenbereich, diese kann sich im Zeitverlauf dann mehr oder weniger rasch vergrößern. Insbesondere bei der Betätigung der Bauchmuskulatur (z. B. beim Stuhlgang oder Husten, schwerem Heben, Sport) tritt die Vorwölbung besonders deutlich hervor. Zudem können Schmerzen auftreten. Der Bruch kann meist per Hand in die Bauchhöhle zurück gedrückt werden. Bestehen allerdings starke Schmerzen und ist der Bruch nicht mehr verschieblich liegt möglicherweise eine Einklemmung vor. Dann sollte unverzüglich ein Artzbesuch erfolgen, damit entweder der Bruch durch den Arzt zurückgedrückt werden kann oder bei nachgewiesener Einklemmung eine umgehende Operation erfolgen kann bevor das vorgefallene Gewebe abstirbt.
Welche Untersuchungen sind beim Narbenbruch erforderlich?

Meistens kann die Diagnose durch die körperliche Untersuchung des Patienten gestellt werden. Gelegentlich ist bei kleinen Bruchlücken, die nur schwer tastbar sind, eine ergänzende Ultraschalluntersuchung der Bauchdecke erforderlich. Bei großen Brüchen und stark übergewichtigen Patienten ist eine Computertomographie der Bauchhöhle notwendig, um die Ausmaße des Bruches einschätzen zu können.
Warum muss der Narbenbruch operiert werden?

Ein Narbenbruch bildet sich nicht von selbst zurück. Im Gegenteil kommt es durch den Innendruck im Bauchraum zu einer stetigen Vergrößerung der Bruchpforte, so dass immer mehr Darmanteile unter die Haut vorfallen können. Zudem besteht jederzeit die Gefahr der Einklemmung. Um dieser Notfallsituation vorzubeugen, besteht prinzipiell mit der Diagnosestellung die Notwendigkeit einer Operation.
Wie wird der Narbenbruch operiert?

Konventionelle Operation mit Bauchschnitt
Bei sehr kleinen Brüchen unter 2 cm kann in Ausnahmefällen die Bauchdecke nach Wiedereröffnung der alten Narbe durch eine Naht wieder vereinigt werden. Bei größeren Brüchen ist die Naht nicht erfolgversprechend, hier wird nach Eröffnung der Narbe die Bauchdecke durch Einpflanzung eines Kunststoffnetzes verstärkt. Dabei wird das Netz hinter die Muskelhaut eingebracht (sog. Sublay-Technik) und mit Nähten an der Bauchwand fixiert.

Minimal invasive Operation (Bauchspiegelung, „Schlüsselloch-Chirurgie“)
Hierbei wird der Bruch von innerhalb der Bauchhöhle aus versorgt. Per Bauchspiegelung wird zunächst das vorgefallene Gewebe in die Bauchhöhle zurückverlagert und dann ein Kunststoffnetz von innen vor die Bruchpforte gelegt. Das Netz wird mit Fäden ausgespannt und mit resorbierbaren Ankern an der Bauchdecke befestigt. Das Netz wird von einer Gewebeschicht überwachsen, so dass es auch nach Auflösung der Anker in seiner Position bleibt.

Ausgesprochen große Brüchen, bei denen bereits größere Anteil des Darms aus der Bauchhöhle in den Bruch verlagert sind, stellen eine besondere Herausforderung für den Chirurgen dar. Die Operation solcher Hernien erfordert immer ein individuelles Konzept für jeden einzelnen Patienten. Hier kommen mitunter ausgedehnte Operationen der Bauchwand zur Anwendung, bei denen die verschiedenen Schichten der Bauchdecke voneinander getrennt werden, um z.B. Gewebe aus den Flanken zur Mitte hin zu verlagern, damit dort der Bruch verschlossen werden kann (sog. Komponentenseparationstechnik nach Ramirez).

Welches Verfahren bei Ihnen zur Anwendung kommt, wird in einem ausführlichem Gespräch mit dem Arzt entschieden.

Komplikationen nach Narbenbruchoperationen sind mit und ohne Netzeinlage selten. Nach der Implantation von großen Kunststoffnetzen kommt es nicht selten zu wässrigen, nicht infektiösen Flüssigkeitsansammlungen im Wundbereich (Serome), die sich meistens nach ein paar Wochen spontan zurückbilden und daher in der Regel nicht behandlungsbedürftig sind. Nur in seltenen Fällen, z.B. bei Fortbestehen größerer Flüssigkeitsansammlungen ist eine Punktion in örtlicher Betäubung erforderlich.

Häufiger kommt es für einige Wochen nach der Operation zu einem Ziehen in der Bauchwand, insb. Beugung oder Drehung des Rumpfes. Dies ist durch die Nähte der Bauchwandschichten und die Befestigung der Netze in der Bauchwand bedingt. Diese Beschwerden nehmen jedoch mit zeitlichem Abstand von der Operation ab und verschwinden dann gänzlich.

Zwerchfellbruch

Zwerchfellbruch

Was bedeutet Zwerchfellbruch (Hiatushernie)?

Brust- und Bauchraum sind durch das Zwerchfell voneinander getrennt. Die Speiseröhre liegt im Brustraum und geht durch eine Öffnung im Zwerchfell in den Bauchraum und hier in den Magen über. Diese Öffnung ist gerade so weit, dass die Speiseröhre hindurchpasst. Weitet sich diese Öffnung, spricht man von einem Zwerchfellbruch (lat. Hiatushernie). Dabei verlagert sich der Übergang von der Speiseröhre in den Magen in diese erweiterte Lücke und kann zu Funktionsstörungen führen.
Welche Auswirkungen hat eine Hiatushernie?

Hiatushernien sind häufig. Sie treten bei etwa 1/4 aller Menschen über 50 auf. Die meisten Hiatushernien verursachen keinerlei Beschwerden oder Krankheitszeichen und bedürfen deshalb auch keiner Behandlung. Allerdings kann durch die Verlagerung des Übergangs der Verschlussmechanismus des Mageneingangs nicht ausreichend funktionieren und dadurch kann es zu einem Zurückfließen von Magensäure und eventuell auch Nahrung in die Speiseröhre kommen, was Sodbrennen und Brustschmerzen auslöst. Dies wird als Refluxkrankheit bezeichnet (GERD = gastro-esophageal reflux disease). Es werden verschiedene Formen der Hiatushernie unterscheiden. Die häufigste Hernie ist die axiale Gleithernie. Weitaus seltener sind die paraösophageale Hernie und der Upside-down Magen.

Manchmal wird eine Hiatushernie so groß, dass ein Drittel des Magens oder sogar der komplette Magen sich durchs Zwerchfell in den Brustraum verlagert (Upside-down Magen oder Thoraxmagen). Dies kann erheblichen Druck auf die Lungen, das Herz oder das Zwerchfell ausüben (Druckgefühl  hinter dem Brustbein, Schmerzen, Erbrechen). Zudem können sehr große Hernien auch den oberen Magenanteil so einklemmen, dass es immer wieder zu Blutungen mit chronischer Blutarmut kommt.

Die Refluxkrankheit

Die Refluxkrankheit (GERD = gastro-esophageal reflux disease) ist die häufigste gutartige Erkrankung des Magen-Darm-Trakts weltweit. In seltenen Fällen kann durch die Refluxkrankheit eine Vorstufe von Speiseröhrenkrebs entstehen.

Welche Beschwerden verursacht die Refluxkrankheit?

Das häufigste Symptom ist Sodbrennen und saures Aufstoßen, aber auch Begleitsymptome wie Asthma, Husten, Schluckbeschwerden, Kehlkopfentzündung oder Schmerzen hinter dem Brustbein können auftreten. Die Beschwerden sind auf eine chronische Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut zurückzuführen (Refluxösophagitis), die durch das Zurückfließen von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre entsteht.

Welche Untersuchungen sind erforderlich?

Die typischen Beschwerden geben dem Arzt erste Hinweise auf eine Refluxösophagitis. Allerdings gibt es eine Reihe anderer Krankheiten, die ebenfalls Brustschmerzen verursachen. Diese müssen ausgeschlossen werden.

  • Eine Magenspiegelung (Ösophago-Gastroskopie) ist die Methode der Wahl. Veränderungen der Schleimhaut sind so direkt erkennbar. Gegebenenfalls werden während der Magenspiegelung Schleimhautproben entnommen.
  • Bei bestimmten Fällen wird ein pH-Metrie durchgeführt: Der Patient schluckt eine kleine Sonde, welche die Konzentration der Säure in der Speiseröhre misst.
  • Zur Differenzierung zwischen anderen Krankheiten der Speiseröhre bedarf es mitunter einer sog. Ösophagus-Manometrie. Hierbei werden Drücke in der Speiseröhre und in ihrem unteren Schließmuskel gemessen.
  • Besteht ein großer Zwerchfellbruch wird gegebenenfalls eine Röntgen-kontrastdarstellung erforderlich.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Ein Zwerchfellbruch und eine Refluxkrankheit heilen nie von selbst. Die Therapie besteht zunächst aus säureblockierenden oder säurebindenden Medikamenten, welche meist lebenslang eingenommen werden müssen. Wenn die Medikamente nicht den erwünschten Erfolg zeigen oder der Patient diese nicht verträgt bzw. sonstige Gründe gegen die lebenslange medikamentöse Therapie sprechen oder wenn es zu dauerhaften Schluckstörungen oder Blutungen am Mageneingang kommt, können diese Patienten minimal-invasiv operiert werden. Durch eine Operation kann das saure Aufstoßen dauerhaft behandelt werden und meist muss der Patient keine Medikamente mehr einnehmen.

Bei dieser Operation ist kein Bauchschnitt notwendig, der Eingriff erfolgt über eine Bauchhöhlenspiegelung = Laparoskopie (Schlüsselloch-Operation), d.h. es werden über minimale Schnitte chirurgische Instrumente in die Bauchhöhle eingebracht und der Magen wieder zurück in die Bauchhöhle gebracht und ein Teil des Magens als Manschette um die Speiseröhre geschlungen. Dadurch wird die Funktion des Schließmuskels wiederhergestellt (laparoskopische Fundoplikatio). Der Zwerchfellbruch wird dabei durch Nähte verschlossen. Bei einer besonders großen Lücke im Zwerchfell muss dieser Nahtverschluss durch das Einpflanzen eines Kunststoffnetzes verstärkt werden. Dieses Verfahren ist für die Patienten besonders schonend.

Organisatorischer Ablauf einer Refluxoperation

Fast alle Patienten, die zur Refluxoperation in unsere Klinik kommen, werden über unser zentrales Patienten-Management vor der stationären Aufnahme ambulant komplett für die Operation vorbereitet. Die Operation findet dann am Aufnahmetag statt. Nach der Operation verbleiben sie in der Regel 3-5 Tage bei uns.

Nach der Operation

Nach einer Refluxoperation treten für wenige Tage Wundschmerzen und Schulterschmerzen sowie ein Muskelkater der Bauchmuskulatur auf. Diese Beschwerden werden prophylaktisch durch Medikamente behandelt. Sie können am Abend der Operation wieder trinken und am nächsten Tag auch wieder essen. In seltenen Fällen kann es am Anfang zu leichten Schluckbeschwerden kommen, um das zu vermeiden, ist es wichtig, die Speisen gut zu kauen. Danach sind Einschränkungen in der Nahrungsaufnahme meist nicht erforderlich. Die säureblockierenden Medikamente werden nach der Operation nicht mehr benötigt. Hautfäden brauchen nicht gezogen zu werden. In der Regel ist nur ein kurzer Krankenhausaufenthalt von 4-5 Tagen notwendig. Nach Abklingen der Schmerzen im Wundbereich können Sie sich wieder belasten. Die Einschränkung dauert ca. 2 Wochen, nach dieser Zeit sind Sie wieder uneingeschränkt belastbar und arbeitsfähig.

Bauchwandbruch

Bauchwandbruch bei künstlichem Darmausgang (Stomahernie)

Patienten, die einen künstlichen Darmausgang haben, leiden sehr häufig unter einer sog. Stomahernie. Die geschieht bei über 60-100% aller künstlichen Darmausgänge. Bei einer Stomahernie ist die Durchtrittsöffnung des Darmes durch die Bauchwand krankhaft erweitert, so dass ein Bruchsack häufig mit Eingeweiden (Darmschlingen) nach außen hervortritt. Wir empfehlen die Operation bei chronischen Hautproblemen, bei Bauchschmerzen und Beschwerden die auf das Stoma zurückzuführen sind, bei Problemen der Stromversorgung, bei Größenzunahme der Hernie, wenn es im Bruchsack zu einem Passage-Hindernis der Darmentleerung kommt oder bei Notfällen (Darmverschluss oder Darmdurchbruch im Bruchsack).

Als Operationsmethode bevorzugen wir die minimal-invasive Technik (Bauchspiegeltechnik, Laparoskopie), da sie für die meistens mehrfach voroperierte Bauchdecke am schonendsten ist. Bei diesem Eingriff müssen zunächst Verwachsungen des Darmes gelöst und der in die Bauchdecke vorgefallene Darm zurück in die Bauchhöhle verlagert werden. Der Darm wird  mit einem speziellen beschichteten Netz befestigt indem ein Tunnel gebildet wird, durch den der Darm vor dem Austritt zur Seite hin geschient wird (Sandwich-Technik). Erfahrungsgemäß lässt sich auf diese Weise ein guter Kompromiss zwischen dem Erhalten der Darmpassage und dem sicherem Verschluss der Hernie erreichen. Ein ähnliches Vorgehen wenden wir auch bei Stoma-Prolaps (Vorfall des Darms am künstlichen Ausgang nach außen) an.

Gerne beraten wir Sie persönlich zum idealen Zeitpunkt der Operation, zum Management der Hernie und zum Verhalten während der Beobachtungszeit. Bei der Entscheidungsfindung wird immer auch unsere Stoma-Therapeutin miteinbezogen.

INFORMATIONSPLUS

Wenn man weiß, was passieren wird und worauf man sich einzustellen hat, ergibt sich sicherlich auch ein Stück Sicherheit.. Wir wünschen Ihnen alles Gute und dass Sie möglichst schnell wieder in Ihr gesundes Leben zurückkehren können.

 

Sie haben eine Über-/Einweisung für die Chirurgische Klinik?

Ihr Arzt hat Sie mit einer Über-/Einweisung in die chirurgische Klinik geschickt, wo müssen Sie sich melden und was müssen Sie mitbringen?

Im Idealfall haben Sie oder Ihr Arzt einen Termin in unseren Sprechstunden vereinbart.Bevor Sie sich in der Sprechstunde vorstellen benötigen Sie entweder

  • eine gültige Überweisung von einem niedergelassenen Chirurgen oder
  • eine gültige Überweisung von einem Internisten mit dem Schwerpunkt Nephrologie oder
  • eine gültige Einweisung von Ihrem Haus- oder Facharzt.

Sie kommen dann in die chirurgische Ambulanz und melden sich mit Ihrer Über-/Einweisung zunächst an der Patientenanmeldung.

Hier werden Ihre Patientendaten ( Name, Geburtsdatum, Adresse und Krankenversicherungsdaten) erhoben und eine Patientenakte erstellt.
Von hieraus werden Sie in die für Sie richtige Sprechstunde geführt. Bitte bringen Sie alle für Krankenhausbehandlung wichtigen Krankenunterlagen (Medikamentenliste, Untersuchungsergebnisse und Röntgenbilder/CD`s) mit.

Was passiert in der Sprechstunde?

Was passiert in der Sprechstunde?

Alle Sprechstunden sind fachärztlich besetzt. Entsprechend Ihrer Über- bzw. Einweisung werden Sie von uns dann bezüglich Ihrer Erkrankung befragt und untersucht. Sollte sich die Indikation zu einer Operation bestätigen, werden von hier aus alle nötigen Untersuchungen geplant und koordiniert. Es wird in der Regel ein weiterer ambulanter Vorstellungstermin (Praemedikation) und der Operationstermin vereinbart.

Was passiert an dem Praemedikationstermin?

Was passiert an dem Praemedikationstermin?

An dem letzten ambulanten Vorstellungstermin vor der Operation werden Sie dem Narkosearzt vorgestellt. Hier werden Sie noch einmal auf „Herz und Niere“ durchgecheckt und mit Ihnen alles um die Narkose besprochen. An diesem Termin werden Sie auch noch einmal eine Ärztin/Arzt der Chirurgischen Klinik sehen, die/der mit Ihnen letzte offene Fragen besprechen kann und abschließend kontrolliert, ob alle für die Operation nötigen Untersuchungen und Vorbereitungen erfolgt sind.

Was müssen Sie ins Krankenhaus mitbringen?

Was müssen Sie ins Krankenhaus mitbringen?

Dokumente/Karten:

  •  Einweisungsformular Ihres Haus- oder Facharztes
  •  Bei gesetzlich Versicherten: Krankenversicherungskarte
  •  Bei privat Versicherten: Ihre Klinik-Card oder den Versicherungsnachweis
  •  ggf. Kostenübernahmeerklärung

Medizinische Unterlagen:

  •  Medikamentenliste
  •  Angeforderte Untersuchungsergebnisse zur Operations- und Narkosevorbereitung (z.B. Arztbriefe, Röntgenbilder, Laborbefunde)

Falls vorhanden:

  •  Diabetesplan (Pen)
  •  Allergiepass
  •  Röntgenpass
  •  Marcumar-Pass
  •  Herzpass
  •  Herzschrittmacherausweis
  •  Vorsorgevollmacht
  •  Patientenverfügung (ggf. in Kopie)

Persönliches:

  •  Die tägliche Medikation für die ersten Tage
  •  alle gewohnten Hilfsmittel: Brille, Hörgeräte, Gehhilfen etc.
  •  Hygieneartikel: Duschgel, Zahnpasta und Pflegeartikel etc.
  •  Zahnbürste, Prothesenbecher
  •  eigene Thrombosestrümpfe (wenn vorhanden)
  •  Pyjama, Nachthemd oder Morgenmantel, Handtücher, Waschlappen
  •  Alltagsbekleidung: Unterwäsche, T-Shirt, Strümpfe
  •  zur Sturzprophylaxe festes Schuhwerk (rutschfeste Sohle)
  •  etwas zum Lesen und Schreiben

Nagellack, Piercings etc. bitte zum Aufnahmetag entfernen
Wertsachen:
Bringen Sie bitte keine größeren Geldbeträge oder Wertsachen (z.B. Schmuck) zu Ihrem stationären Aufenthalt mit. Im Falle von Diebstahl, Verlust oder Beschädigung Ihrer persönlichen Sachen kann die Klinik keine Haftung übernehmen. Sie benötigen ein wenig Bargeld, bzw. EC-Karte zur Begleichung der gesetzlichen Zuzahlung (10 € pro Tag, max. 28 Tage pro Kalenderjahr), für die Nutzung des Telefons und den Erwerb der Wasserkarte (Mineralwasser).

Wie ist der Ablauf am Operationstag?

Die meisten Patienten kommen erst am Operationstag zur stationären Aufnahme. Entsprechen des geplanten Operationszeitpunktes wird die stationäre Aufnahme wenige Stunden zuvor erfolgen. Als erstes melden Sie sich auf  Ihrer geplanten Aufnahmestation. Hier werden Sie vom Stationspersonal begrüßt und zu Ihrem Zimmer geführt. Mit Hilfe der Pflegekräfte werden Sie für die Operation vorbereitet. Der Operateur markiert die Operationsregion und steht für Ihre Fragen zur Verfügung. Kurz vor Ihrem Transport in den Operationssaal erhalten Sie mit einem Schluck Wasser Ihre Medikation. Diese Medikamente werden Sie beruhigen und auch den späteren Verbrauch an Narkosemittel reduzieren. In Ihrem Bett werden Sie vom Pflegepersonal dann in den Operationstrakt gefahren. Hier werden Sie vom Operationspersonal in Empfang genommen und vom Bett auf den Operationstisch umgelagert. Mit einer warmen Decke zugedeckt werden Sie dann in den Vorraum des Operationssaales gefahren. Hier erfolgen alle für die Operation nötigen Narkosemaßnahmen. Dies kann zum einen die Einleitung einer Vollnarkose sein oder auch die Anlage einer Regionalanästhesie. Wenn alle Narkosemaßnahmen erfolgt sind, kommen Sie bereits schlafend oder mit der Regionalnarkose in den Operationssaal.

Nach den entsprechenden Lagerungsmaßnahmen wird die Operationsregion steril abgewaschen und das Operationsfeld abgedeckt. Was dann passiert haben Sie vielleicht schon mal im Fernsehen gesehen. Operationen sind sehr unterschiedlich, so dass es an dieser Stelle nicht unbedingt Sinn macht ins Detail zu gehen. Alle Ihre Fragen zur Operation werden wir persönlich mit Ihnen im Vorfeld besprochen haben. Am Ende der Operation werden Sie wach und vom Beatmungsschlauch getrennt. Nun werden Sie immer noch auf dem Operationstisch liegend in die so genannte Ausschleuse gefahren und vom OP-Tisch wieder in Ihr Bett umgelagert. Meist schlafen Sie dann Ihre Narkose im Aufwachraum aus nur bei großen Eingriffen werden Sie postoperativ auf die Intensivstation verlegt. In jedem Fall werden gerade in den ersten Stunden nach der Operation alle Vitalparameter, wie Blutdruck, Puls etc. ständig überprüft. Es wird für eine ausreichende Schmerztherapie gesorgt und in der Regel können Sie bereits wenige Stunden nach der Operation wieder etwas essen und trinken.

Wie ist der Stationsablauf?

Der Tag für unsere Patienten beginnt meist mit der Frühvisite. In der Chirurgischen Klinik beginnt die Visite gegen 7:15 und endet gegen 7:45. Dies bedeutet für Sie, dass das Stationsteam (Stationsschwester/pfleger, Assistenz- und Ober/Chefarzt) Sie besucht. Im Rahmen dieser Visite werden Sie befragt und untersucht, der Behandlungsplan für den Tag erstellt, Medikationen überprüft und verändert, Untersuchungen veranlasst und vieles mehr. Nach der Morgentoilette wird Ihnen gegen 8 Uhr das Frühstück gebracht. Im Verlauf des Vormittages erfolgen die erforderlichen Verbandswechsel, Blutabnahmen, die veranlassten Untersuchungen, krankengymnastischen Übungen etc.. Das Mittagessen folgt gegen 11:30 Uhr. Im Verlauf des Nachmittages (meist zwischen 14 und 16 Uhr) werden Sie  ein zweites Mal  durch die Assistenzärzte der Station besucht. Ziel dieser Visite ist den Tag Revue passieren zu lassen und evtl. noch Anordnungen für den Abend und die Nacht zu treffen. Das Abendessen folgt gegen 17:30 Uhr. Die Betriebsamkeit auf Station legt sich und es ist Zeit für einen Spaziergang oder den Empfang von Besuch. Die Nachtschwester beendet den Tag mit einem letzten Rundgang bei allen Patienten gegen 20 Uhr und danach kehrt so langsam die Nachtruhe ein.

Wann steht ein Arzt für die Angehörigen zur Verfügung?

Grundsätzlich ist natürlich immer ein Arzt erreichbar, aber um in Ruhe ein Gespräch zu führen, empfiehlt sich werktags die Zeit zwischen 14:00 Uhr und 16:00 Uhr.

Wie erfolgt die Entlassung?

Ihre Ärzte haben Sie während des stationären Aufenthaltes engmaschig begleitet. Im Vorfeld wird mit Ihnen über den Entlassungstermin gesprochen und alles Nötige organisiert. Sie verlassen das Krankenhaus erst, wenn Sie so weit wieder hergestellt sind und zu Hause gut zurecht kommen werden. Am Entlassungstag werden Sie in der Regel kurz nach dem Frühstück mit dem Entlassungsbrief nach Hause gehen können. Wie die weitere Behandlung aussehen wird ist im Detail mit Ihnen und Ihren Angehörigen besprochen worden.
Für weitere Fragen stehen wir Ihnen in unseren Sprechstunden und auf Station jederzeit gerne zur Verfügung.