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Darmkrebspatienten werden in unserem Darmzentrum behandelt

Gefäßzentrum

In einem Gefäßmedizinischen Zentrum können Erkrankungen der Blutgefäße, Venen, Arterien, Schlagadern oder Krampfadern erkannt und behandelt werden. Die Menschen werden immer älter, Herzkreislauferkrankungen nehmen zu und damit wird interdisziplinäre Gefäßmedizin immer wichtiger.

Moderne Untersuchungsmethoden wie bildgebende Gefäßdiagnostik mit Hilfe sämtlicher radiologischer Verfahren ermöglichen rund um die Uhr eine schnelle Behandlung. Je nach Diagnosen können Individuelle Therapiekonzepte für jeden Patienten erstellt werden. Dieses wird durch die gute Vernetzung unserer Spezialisten der unterschiedlichen medizinischen und pflegerischen Fachrichtungen  unterstützt. Sowohl konservative wie auch kathetergestützte Behandlungen durch radiologischen Fachärzte ergänzt durch operative Behandlungsverfahren sind zeitnah möglich.

Gemeinsam wurde die Arbeit auf diesem Gebiet von der Deutschen Gesellschaft für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie als DeGir-Zentrum zertifiziert. Es besteht eine enge Kooperation mit der zertifizierten Stroke-Unit der Neurologischen Klinik. Patienten mit einer Stenose der Halsschlagader können durch eine radiologische Intervention oder durch eine Operation im Hause versorgt werden, ebenso wie unsere kardiologischen Patienten.


Das Team der Gefäßmedizin: (v.l.n.r.) Dr. Strick, Dr. Middendorf, Dr. Kremers, Dr. Schrameyer, Dr. Vockelmann, Dr. Krings

 

Am interdsiziplinären Gefäßzentrum sind beteiligt:

Chirurgische Klinik 1

Radiologische Klinik

Medizinische Klinik 2 mit dem Bereich Angiologie

 

Unsere Spezialisten erarbeiten individuelle Behandlungskonzepte für folgende Erkrankungen:

Schaufensterkrankheit (periphere arterielle Verschlusskrankheit)

Schaufensterkrankheit (pAVK)

Was ist die Schaufensterkrankheit / periphere arterielle Verschlusserkrankung?

Die arterielle Verschlusserkrankung ist Folge der Gefäßverkalkung/Arteriosklerose (siehe unter  Arterienverkalkung). In Abhängigkeit von der Schwere und Lokalisation der Gefäßveränderungen  der Beine werden vier klinische Stadien unterschieden.

Stadium I : vorhandene Gefäßveränderungen aber keine Beschwerden..

Stadium II: Gehstreckeneinschränkung, d.h. nach einer bestimmten Belastung kommt es zu Muskelkrämpfen, die den Patienten zwingen stehen zu bleiben, so dass sich die Muskulatur erholen kann. (Diese Symptomatik erklärt auch die Bezeichnung „Schaufensterkrankheit“. Die Patienten müssen bei einem Stadtbummel immer wieder vor den Schaufenstern stehen bleiben und verbergen ihre Beschwerden durch ein vermeindliches Interesse an den Auslagen der Schaufenster.)

Stadium III:  der Patient hat auch ohne Belastung d.h. in Ruhe Beschwerden.

Stadium IV:  auf Grund  der Mangeldurchblutung kommt es zum Untergang  von Gewebe d.h. die Zehen sterben ab und werden schwarz (Raucherbein)

Welche Untersuchungen sind nötig?

Nachdem sich der Patient mit den oben genannten Beschwerden beim Arzt vorstellt, gilt es nach einer ausführlichen klinischen Untersuchung (Ermittlung des Pulsstatus, Dopplerverschlussdruckmessung etc.) das exakte Ausmaß der Erkrankung zu bestimmen. Hierzu sind in der Regel Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen erforderlich. Danach lässt sich an Hand der dann ermittelten „Straßenkarte“ der Blutgefäße genau feststellen, welche Arterie wie stark eingeengt oder gar verschlossen ist.

Welche Behandlungsmaßnahmen gibt es?

Allgemein sollten alle Patienten, die unter den Folgen der Gefäßverkalkung leiden die Risikofaktoren, welche diese Erkrankung begünstigen reduzieren. In erster Linie sollte nicht mehr geraucht werden, häufig sollte die Ernährung umgestellt werden und auf regelmäßige Bewegung geachtet werden. Daneben gibt es auch die Möglichkeit mit Medikamenten das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern.

Weiterhin hängt die Art der Behandlung vom Ausmaß der Erkrankung ab. Dies bedeutet, wenn Sie sich die vier Stadien der Erkrankung anschauen, dass im Stadium III und IV auf jeden Fall eine Behandlung erfolgen muss. Im Stadium II ist der Gesamtsituation des Patienten Rechnung zu tragen , dies bedeutet, dass ein junger Mann mit einer Gehstrecke von 150 Metern nicht zufrieden sein kann, aber ein 90 jährige Patient gegebenenfalls alle seine täglichen Verrichtungen ohne Beschwerden ausführen kann.

Sollte es bereits zu hochgradigen Gefäßeinengungen oder gar –verschlüssen gekommen sein, gibt es zusätzlich interventionelle und operative Behandlungsmethoden. Unter den interventionellen Behandlungsmethoden sind Katheterverfahren gemeint. Hierbei wird die Arterie der Leiste oder des Ellbogens punktiert und über die Punktion Katheter unter Durchleuchtungskontrolle an die krankhafte Stelle im Gefäßsystem gebracht. Diese Katheter können Engen oder kurzstreckige Verschlüsse aufweiten und den Blutfluss wiederherstellen. Damit dieses Ergebnis auch von langfristigem Erfolg ist werden z.T. auch sogenannte „Stents“, Drahtgeflechtröhrchen eingesetzt.

Sind die Verschlüsse allerdings von größerem Ausmaß und durch die Katheterbehandlung nicht zu beheben muss operiert werden. Bei einer Gefäßoperation kann das Gefäß geputzt werden oder längere Verschlüsse durch das Einsetzten von Kunstgefäßen oder der körpereigenen Vene umgangen werden (Bypass).

Wer kümmert sich um mich?

Erster Anlaufpunkt ist unsere Gefäßsprechstunde. Hier erfolgt die erst klinische Untersuchung und die Erhebung der Krankengeschichte. Von hier aus werden alle nötigen Untersuchungen veranlasst, die dann als Grundlage für den Behandlungsplan dienen, der ausführlich mit Ihnen besprochen wird.

Verengung der Halsschlagader (Carotisstenose)

Carotisstenose

Was ist die Arteria Carotis?

Sie ist nichts anderes als die Halsschlagader, die das Gehirn mit Blut und damit mit Sauerstoff versorgt. Glücklicherweise sind die Halsschlagadern paarig angelegt, das heißt es gibt zwei große das Gehirn versorgende Gefäße vorne, gut tastbar neben dem Kehlkopf und zwei dünnere, die mit der Wirbelsäule zum Gehirn ziehen. Wird das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt sterben Gehirnzellen und dies wird als Schlaganfall bezeichnet.

Wann kommt es zum Schlaganfall?

Verengungen im Bereich der Halsschlagadern sind eine der häufigsten Ursachen für einen Schlaganfall. Durch eine Operation der Halsschlagader kann das Risiko in bestimmten Fällen verringert werden. Menschen mit geringen Verengungen der Halsschlagadern haben in aller Regel keine Symptome, selbst der komplette Verschluss einer Halsschlagader kann symptomlos bleiben, da sich das Gehirn an den geringen Blutfluss anpasst und die Halsschlagader der Gegenseite und die Schlagadern des Nackens ausgleichend mehr Blut zum Gehirn transportieren. Lösen sich jedoch kleine Teile der Ablagerungen in den Halsschlagadern und verstopfen die Gefäße im Gehirn, kann es zu einem vorübergehenden Ausfall von Gehirnfunktionen oder zum Schlaganfall mit bleibenden Schäden kommen.

Was kann passieren?

Die Symptome einer vorübergehenden Minderdurchblutung des Gehirns und eines Schlaganfalls können sein:

    • Kopfschmerzen, einseitige Sehstörungen
    • Verwirrung, Bewußtseinsverlust
    • Schwere oder Taubheit des Armes und des Beines
    • Sprachverlust, Halbseitenlähmung

Welche Untersuchungen sind erforderlich?

Durch Ultraschall (Duplex) lassen sich schmerzfrei die Halsschlagadern untersuchen. Der Blutfluss durch die Adern und die Enge des Blutgefäßes können sichtbar gemacht werden, wie in dem Bild zu erkennen. Bei einer Einengung von mehr als 70% wird Ihnen normalerweise die Operation empfohlen, insbesondere wenn schon vorübergehende Symptome oder gar ein Schlaganfall aufgetreten ist. Die Operation dient dazu, mögliche zukünftige Symptome oder Schlaganfälle zu vermeiden, sie ändert jedoch in aller Regel nichts an der bereits bestehenden Symptomatik.

Wie erfolgt die Operation?

In unserer Klinik erfolgt die Operation in der Regel in Lokoregionalanästhesie. Dies bedeutet, dass der Patient während der Operationszeit örtlich betäubt ist, aber ansonsten wach ist. Der schlagende Vorteil dieses Narkoseverfahrens liegt in der ununterbrochenen Möglichkeit zu jeder Phase der Operation die Neurologie des Patienten beurteilen zu können. Dies bedeutet für den Patienten die höchste Sicherheit während der Operation an der das Gehirn versorgenden Hauptschlagader. Ziel der Operation ist die Entfernung der Ablagerungen in der Halsschlagader und somit die Entfernung der Engstelle. Es wird ein ca. 8 cm langer kosmetisch sehr günstiger Hautschnitt paralell zum Halsmuskel gemacht, um Zugang zur Halsschlagader zu bekommen. Die Halsschlagader wird aufgesucht und vorübergehend abgeklemmt. Nun kann die Halsschlagader eröffnet und die Ablagerungen entfernt werden. Das Blutgefäß wird dann durch einen erweiternden Kunststoffflicken wieder verschlossen. Die Haut wird durch selbstauflösende Fäden verschlossen. Ein kleiner Plastikschlauch verbleibt gelegentlich kurzfristig in der Wunde, um die Entstehung eines Blutergusses zu verhindern.

Wie sind die Risiken einer solchen Operation?

Das größte Risiko der Operation ist die Entstehung eines Schlaganfalls während oder nach der Operation. Nerven des Halses können verletzt werden, so dass ein taubes Gefühl am Hals zurückbleiben oder die Schluckfunktion gestört sein kann. Da der Hals gut durchblutet ist, kann es zu Schwellungen und Blutergüssen kommen. Die postoperative Kontrolle erfolgt für 24 Stunden auf der Überwachungsstation. Alternativ gibt es bei speziellen Fällen die Möglichkeit, eine verengte Halsschlagader ohne offene Operation, sondern mit einem Ballonkatheter und einem Stent aufzuweiten.

Was passiert nach der Operation?

Nach der Operation muss der Patient im Normalfall 3-6 Tage im Krankenhaus bleiben. Die Wundheilung dauert etwa 3-4 Wochen. Fäden müssen nicht gezogen werden. Nach erfolgreicher Operation ist das Risiko eines Schlaganfalls deutlich reduziert. Wir empfehlen die Einnahme von Aspirin 100 eine Tablette pro Tag zur Blutverdünnung lebenslang.

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Aneurysma der Bauchaorta

Der Text folgt in Kürze.

Arterienverkalkung (Arteriosklerose)

Arterienverkalkung (Arteriosklerose)

Wie kommt es zu der Arterienverkalkung?

Die Arteriosklerose beschreibt eine chronisch fortschreitende Erkrankung aller Schlagadern des Körpers. Durch sogenannte Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, hohe Blutfette, Bewegungsmangel und Stress kommt es im Laufe des Lebens zu Verkalkungen in der Gefäßwand. Diese Veränderungen in der Gefäßwand führen zu einer zunehmenden Einengung des Gefäßes bis zum Gefäßverschluss.

Wie macht sich die Arterienverkalkung bemerkbar?

Das Ausmaß der entstehenden Durchblutungsstörungen ist abhängig vom Grad der Gefäßwandveränderung und vor allem von der Region die dieses Gefäß mit Blut versorgt. So können Veränderungen der Herzkranzgefäße Ursache von Herzrhythmusstörungen, aber auch Herzbeklemmungen oder Herzinfarkt sein. Veränderungen der gehirnversorgenden Gefäße können vorübergehende neurologische Symptome bis zum Schlaganfall erzeugen.

Gefäßveränderungen an den Extremitäten führen von Belastungseinschränkungen über Ruheschmerzen bis zum Gewebsuntergang (Raucherbein).

Welche Untersuchungen sind nötig?

Es gibt eine Vielzahl von Untersuchungen, die vor einer operativen Therapie durchgeführt werden können/müssen. Hierzu zählen neben der klinischen Untersuchung vor allem Ultraschall- und radiologische Untersuchungen.

Wann muss operiert werden?

siehe entsprechende Krankheitsbilder

Was können Sie dagegen tun?

Eine fortgeschrittene Arteriosklerose ist nicht rückgängig zu machen, aber Sie können das Fortschreiten der Erkrankung beeinflussen. Wichtig ist die bereits oben erwähnten Risikofaktoren auszuschalten. Lassen Sie Blutdruck, Blutzucker, Blutfette und Harnsäurewerte durch Ihren Hausarzt kontrollieren und einstellen. Stellen Sie das Rauchen ein. Gehen Sie regelmäßig spazieren oder Treiben Sie Sport. Achten Sie auf eine richtige Ernährung und auf eine ausreichende Flüssigkeitsmenge.

Bei Beschwerden suchen Sie umgehend Ihren Hausarzt auf.

Krampfadern (Varizen)

KRAMPFADERN (VARIZEN)

Was sind Krampfadern?

Krampfadern sind verdickte und  geschlängelte Venen der Unterhaut, die sich auf Grund einer  meist familiär bedingten Bindegewebsschwäche der Venenwand und der Venenklappen entwickeln. Schwangerschaft, Übergewicht, Bewegungsarmut und hauptsächlich stehende Berufe fördern die Ausbildung von Krampfadern. Grundsätzlich kommt es zu einem Rückstrom des Blutes aus den tiefen in die oberflächlichen Venen, die sich dann immer weiter krankhaft verändern können.

Welche Beschwerden verursachen Krampfadern?

Anfäglich ist die Varkosis ein eher kosmetisches Problem, welches sich dann über Beinschwellung, Spannungsgefühl, Muskelkrämpfe, Hautveränderungen, Entzündungen bis hin zur Geschwürsbildung und Varizenblutungen verändern kann.

Welche Untersuchungen sind erforderlich?

Neben der klassischen klinischen Untersuchung zielen Ultraschall- und ggf. Röntgenuntersuchungen darauf ab, das Ausmaß der Erkrankung exakt festzustellen. Letztlich werden nur die krankhaft veränderten Venenabschnitte behandelt, um die Symptome der Erkrankung zu beseitigen und die noch gesunden Venenabschnitte vor einem Fortschreiten der Erkrankung zu schützen und diese ggf. im späteren Leben als Bypassmaterial für Herz- und Gefäßoperationen zu erhalten.

Wie werden Krampfadern behandelt?

Neben der konservativen Kompressionsstrumpftherapie gibt es eine Vielzahl von therapeutischen Optionen, deren Einsatz sich nach der Schwere des Erkrankungsbildes und der betroffenen Venenregion richtet. Betrifft das Krampfaderleiden eher die kleineren Seitenäste können diese durch die Einspritzung eines Verödungsmittels behandelt werden. Sind aber die sogenannten Stammvenen betroffen kommen neben verschiedenen endovaskulären Verfahren auch die klassischen Operationstechniken zum Einsatz.

Wie erfolgt die endovaskuläre Laser-Therapie?

Im Hause bieten wir für selektionierte Patienten die Lasertherapie von Krampfadern an. Der schlagende Vorteil dieser Methode ist, dass über einen kleinen Schnitt unter Lokalanästhesie die Lasersonde in die erkrankte Vene eingeführt werden kann. Unter Ultraschallkontrolle wird die Sonde dann bis zum Ende des erkrankten Gefäßes vorgeschoben und unter Aktivierung der Laserenergie kontrolliert zurückgezogen. Während dieses Vorganges verschweißt die Laserenergie die Vene, welche funktionslos im Gewebe verbleibt und vom Körper selbst im weiteren Verlauf abgebaut wird. Zurück bleiben keine Narben, wie bei der klassischen Operation nach Babcock.

Wie erfolgt die Operation?

Bei der klassischen Krampfaderoperation werden die krankhaften Venen über kleine Schnitte entfernt. Diese Venenentfernung erfolgt zum Teil mittels einer in die Vene eingeführten Sonde und zum Teil über wenige Millimeter lange Schnitte. Nach der Operation müssen Kompressionsstrümpfe für einen Zeitraum von 6 Wochen getragen werden. Aus diesem Grund wird diese Operation bevorzugt in der kalten Jahreszeit durchgeführt.

Wie sieht der Behandlungsablauf aus?

In unserer Gefäßsprechstunde wird das Ausmaß der Krampfadererkrankung ermittelt und die praeoperativ nötigen Untersuchungen veranlasst. Im Vorfeld sollten Kompressionsstrümpfe nach Maß angepasst werden. Bei einem weiteren Termin kurz vor der Operation werden Sie unseren Narkoseärzten vorgestellt, so dass Sie dann am Operationstag nüchtern stationär aufgenommen werden können. In der Regel werden Sie am ersten postoperativen Tag bereits die Klinik wieder verlassen können. In geeigneten Fällen bieten wir die Krampfaderoperation auch ambulant an.

Ab dem 1. postoperativen Tag können Sie duschen. Mit einer Arbeitsunfähigkeit von 7-10 Tagen sollten Sie rechnen.

Dialysezugänge

DIALYSEZUGÄNGE

Was ist Dialyse?

Auf Deutsch bedeutet dies Blutwäsche. Patienten mit fehlender Nierenfunktion benötigen eine Dialysebehandlung um die Nierenfunktion zu ersetzen. Ohne eine solche Therapie würden Patienten innerhalb weniger Tage versterben.

Welche Arten der Dialyse gibt es?

Im Wesentlichen gibt es zwei unterschiedliche Arten der Dialysebehandlung. Am weitesten verbreitet ist die so genannte Hämodialyse / Blutwäsche. Hierbei wird das Blut des Patienten in einer Maschiene „gewaschen“ und dem Patienten danach zurückgegeben. Eine weitere Möglichkeit ist die so genannte Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse). Hierbei wird über einen in den Bauchraum eingelegten Katheter eine Flüssigkeit in den Bauchraum eingebracht. Das Bauchfell funktioniert wie eine Membran über die u.a. Giftstoffe in die Flüssigkeit abgegeben werden können, so dass diese mit dem Ablassen der Flüssigkeit aus dem Bauchraum dann mit entfernt werden können.

Welche Dialysezugänge gibt es?

Für die Bauchfelldialyse wird in einer kleinen Operation ein Kunststoffkatheter in den Bauchraum eingepflanzt, der dort bei guter Hygiene über Monate und Jahre einen guten Dialysezugang darstellen kann.

Für die Hämodialyse ist es wichtig, dass relativ viel Blut in relativ kurzer Zeit durch die Dialysemaschiene gewaschen werden kann. Dies bedeutet zum einen, dass es eine Möglichkeit geben muss viel Blut aus dem Körper zu zapfen und zum anderen das gewaschene Blut dann wieder dem Körper zurückgegeben werden muss. Relativ einfach ist dies mit einem Kunstoffkatheter (-schlauch) zu bewerkstelligen. Diese Kunststoffkatheter werden über eine Vene in das Gefäßsystem bis in das Herz eingeführt und über Pumpen an der Dialysemaschiene kann das Blut abgezapft, gereinigt und zurückgegeben werden. Vorteil dieser Dialysezugänge ist, dass sie im Notfall jederzeit mit einer sehr kleinen Operation eingesetzt werden können. Nachteil ist, dass der Katheter als Fremdkörper zu Infektionen und Thrombosen (Blutgerinnseln) führen kann.

Ein Dialysezugang der ersten Wahl ist daher eine gefäßchirurgisch angelegte Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene. Diese so genannte Dialysefistel führt über eine gewisse Reifungszeit (mehrere Wochen) dazu, dass sich die Vene deutlich weitet und einen hohen Blutfluss aufweist. Die Dialyseärzte haben dann die Möglichkeit zwei Dialysenadeln in dieses geweitete Blutgefäß zu stechen. Während der Dialysezeit läuft dann das Blut über die eine Nadel zur Dialysemaschiene und über die zweite Nadel erhält der Patient das gewaschene Blut wieder zurück.

Sind die eigenen Blutgefäße für eine solche Dialyse-Fistel nicht geeignet, kann auch ein so genannter Dialyseshunt (shunt = Kurzschluss) angelegt werden. Ein Shunt ist nichts anderes als eine Kunststoffader, welche zwischen die Arterie und die Vene eingenäht wird. Hierbei wird dann bei der Dialyse die Kunststoffader mit den zwei Dialysenadeln angestochen. Die Blutwäsche funktioniert wie bei der Dialysefistel.

Wo wird die Dialysefistel oder der Dialyseshunt angelegt?

In der Regel werden Dialysezugänge an dem nicht dominaten Arm angelegt, d.h. bei einem Rechtshänder sollte der Zugang am linken Arm erfolgen und umgekehrt. Sind die Gefäße am Handgelenk nicht geeignet wird der nächst höhere Abschnitt des Armes gewählt. Notfalls gibt es auch Dialysezugänge am Bein oder im Bereich des Brustkorbes.

Wie erfolgt eine Shunt-Operation?

In den meisten Fällen kann eine solche Operation in lokaler Betäubung erfolgen, selten ist eine Vollnarkose erforderlich. Eine Dialysefistelanlage dauert in der Regel eine halbe Stunde, bei der Anlage eines Dialyseshuntes (Kunststoffprothese) sind Operationszeiten zwischen einer und zwei Stunden üblich.

Welche Komplikationen können durch die Operation auftreten?

Neben möglichen Wundheilungsstörungen sind im wesentlichen drei Hauptkomplikationen zu nennen. Zum einen kann durch so einen Dialysezugang zu viel Blut in die Shuntvene abgezapft werden, dass die Hand des Dialysearmes nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt ist. Ist dies der Fall muss der Dialysezugang umgehend revidiert werden, um ein Gewebeuntergang an der Hand zu vermeiden. Dies ist sehr selten der Fall, aber eine mögliche und schwere Komplikation.

Durch den Kurzschluss zwischen der Arterie und der Vene kann es zu einer deutlichen Mehrbelastung der Herzens kommen. Daher ist es sehr wichtig bereits im Vorfeld der Operation herzgeschwächte Patienten zu diagnostizieren und diesen einen anderen Dialysezugang anzubieten.

Zum dritten kann es im zeitlichen Verlauf zu einem Shuntverschluss oder einer Funktionsstörung z.B. durch eine mögliche Enge des Dialysegefäßes kommen. Hier kann nach entsprechender Diagnostik durch kathetergestützte Verfahren oder durch eine erneute Operation die Funktion des Dialyseshuntes in der Regel wiederhergestellt werden.

Wann muss ein Dialysezugang angelegt werden?

Ihr behandelnder Nephrologe stellt die Indikation zur Dialysebehandlung. Erlischt die Nierenfunktion unerwartet, muss umgehend dialysiert werden und dies ist nur über die oben benannten Dialysekatheter möglich. Ist die terminale Niereninsuffizienz absehbar, sollte möglichst frühzeitig eine Dialysefistel/shunt-Operation erfolgen, da beide Dialysezugänge nicht unmittelbar nach der Operation benutzbar sind.

Was geschieht mit dem Dialysezugang nach einer erfolgreichen Nierentransplantation?

Ist eine Dialysebehandlung nicht mehr erforderlich sollte in einer sehr kleinen Operation der Dialysekatheter entfernt werden oder eine Dialysefistel/shunt verschlossen werden, da durch die Risiken einer vermehrten Herzarbeit oder Durchblutungsstörung der Hand vermieden werden können.

An wen kann ich mich wenden?

In unserer gefäßchirurgischen Sprechstunde werden Sie fachärztlich beraten. Einen Termin können Sie jederzeit unter der Telefonnummer 02541 89-47343 vereinbaren.

 

INFORMATIONSPLUS

Über-/Einweisung


Ihr Arzt hat Sie mit einer Über- /Einweisung in die Christophorus-Kliniken geschickt, wo müssen Sie sich melden und was müssen Sie mitbringen?


Im Idealfall haben Sie oder Ihr Arzt einen Termin in unseren Sprechstunden vereinbart.


Bevor Sie sich in der Sprechstunde vorstellen benötigen Sie




  • eine gültige Einweisung von Ihrem Haus- oder Facharzt.



Sie kommen dann in die chirurgische Ambulanz und melden sich mit Ihrer Über-/Einweisung zunächst an der Patientenanmeldung.


Hier werden Ihre Patientendaten ( Name, Geburtsdatum, Adresse und Krankenversicherungsdaten) erhoben und eine Patientenakte erstellt.


Von hieraus werden Sie in die für Sie richtige Sprechstunde geführt. Bitte bringen Sie alle für Krankenhausbehandlung wichtigen Krankenunterlagen (Medikamentenliste, Untersuchungsergebnisse und Röntgenbilder/CD`s) mit.


Was müssen Sie ins Krankenhaus mitbringen?


Was müssen Sie ins Krankenhaus mitbringen?




  • Dokumente/Karten:

    – Einweisungsformular Ihres Haus- oder Facharztes

    – Bei gesetzlich Versicherten: Krankenversicherungskarte

    – Bei privat Versicherten: Ihre Klinik-Card oder den Versicherungsnachweis

    – ggf. Kostenübernahmeerklärung



  • Medizinische Unterlagen:

    – Medikamentenliste

    – Angeforderte Untersuchungsergebnisse zur Operations- und Narkosevorbereitung (z.B. Arztbriefe, Röntgenbilder, Laborbefunde)



  • Falls vorhanden:

    – Diabetesplan (Pen)

    – Allergiepass

    – Röntgenpass

    – Marcumar-Pass

    – Herzpass

    – Herzschrittmacherausweis

    – Vorsorgevollmacht

    – Patientenverfügung (ggf. in Kopie)



  • Persönliches:

    – Die tägliche Medikation für die ersten Tage

    – alle gewohnten Hilfsmittel: Brille, Hörgeräte, Gehhilfen etc.

    – Hygieneartikel: Duschgel, Zahnpasta und Pflegeartikel etc.

    – Zahnbürste, Prothesenbecher

    – eigene Thrombosestrümpfe (wenn vorhanden)

    – Pyjama, Nachthemd oder Morgenmantel, Handtücher, Waschlappen

    – Alltagsbekleidung: Unterwäsche, T-Shirt, Strümpfe

    – zur Sturzprophylaxe festes Schuhwerk (rutschfeste Sohle)

    – etwas zum Lesen und Schreiben

    Nagellack, Piercings etc. bitte zum Aufnahmetag entfernen



  • Wertsachen:

    Bringen Sie bitte keine größeren Geldbeträge oder Wertsachen (z.B. Schmuck) zu Ihrem stationären Aufenthalt mit. Im Falle von Diebstahl, Verlust oder Beschädigung Ihrer persönlichen Sachen kann die Klinik keine Haftung übernehmen. Sie benötigen ein wenig Bargeld, bzw. EC-Karte zur Begleichung der gesetzlichen Zuzahlung (10 € pro Tag, max. 28 Tage pro Kalenderjahr), für die Nutzung des Telefons und den Erwerb der Wasserkarte (Mineralwasser).



Wie erfolgt die Entlassung?


Wie erfolgt die Entlassung?


Ihre Ärzte haben Sie während des stationären Aufenthaltes engmaschig begleitet. Im Vorfeld wird mit Ihnen über den Entlassungstermin gesprochen und alles Nötige organisiert. Sie verlassen das Krankenhaus erst, wenn Sie so weit wieder hergestellt sind und zu Hause gut zurecht kommen werden. Am Entlassungstag werden Sie in der Regel kurz nach dem Frühstück mit dem Entlassungsbrief nach Hause gehen können. Wie die weitere Behandlung aussehen wird ist im Detail mit Ihnen und Ihren Angehörigen besprochen worden.


Für weitere Fragen stehen wir Ihnen in unseren Sprechstunden und auf Station jederzeit gerne zur Verfügung.