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Südring 41, 48653 Coesfeld

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Durchwahl Standort Nottuln
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Hagenstraße 35, 48301


Darmzentrum

Im Darmzentrum vernetzen sich Spezialisten unterschiedlicher medizinischer und pflegerischer Fachrichtungen, die an der Behandlung von Darmkrebspatienten beteiligt sind. Nur durch eine optimale Koordination dieser Spezialisten ist eine ganzheitliche Betreuung und Versorgung der betroffenen Patienten in allen Phasen der Erkrankung möglich. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der individuellen Patientenwünsche und Voraussetzungen auf der Basis wissenschaftlich fundierter Leitlinien der ärztlichen Fachgesellschaften die bestmögliche Behandlung für Sie zu finden und diese interdisziplinär umzusetzen.

Alle ärztlichen Fachdisziplinen sind in einer wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenz vertreten. Hier werden die Therapieentscheidungen für jeden Patienten getroffen, im Verlauf überprüft und gegebenenfalls modifiziert. Zur Qualitätssicherung werden alle wichtigen Daten zur Erkrankung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge an das Krebsregister gemeldet . Das Darmzentrum ist zertifiziert nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.

Auf diesen Seiten geben wir Ihnen wichtige Informationen zur Darmkrebserkrankung, zu den diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten, zur Nachsorge und zu den am Christophorus-Darmkrebszentrum beteiligten Kooperationspartnern.
Sicher werden dennoch einige Fragen offen bleiben. Wenden Sie sich an uns, wir sind für Sie da!

 

krings_steinmannDr. Ralf Ulrich Steimann, Dr. Friedrich Krings, Leiter des Christophorus-Darmzentrums

 

Wir wollen unseren Patienten im Christophorus-Darmzentrum die bestmögliche Behandlung zukommen lassen. Um dies zu erreichen, arbeiten Ärzte verschiedener Abteilungen eng zusammen.

Die Spezialisten der Christophorus-Kliniken aus den Kliniken

 

Medizinische Klinik 1

Chirurgische Klinik 1

Radiologische Klinik

 

sind vernetzt mit niedergelassenen Kollegen aus den Praxen für

Pathologie

Pathologie

Das Institut für Pathologie am Clemenshospital Münster bietet eine sachgerechte und zeitnahe Begutachtung von Gewebeproben. Diese Proben können sehr kleinen, nur millimetergroßen Gewebepartikeln entsprechen oder z.B. einem Darmresektat, mit dem ein bösartiger Darmtumor durch den Chirurgen entfernt wurde. Der Pathologe wählt gezielt die Gewebsanteile aus, die für die Beurteilung im Mikroskop in nur wenige mikrometermessenden Ge-webeschnittpräparaten herangezogen werden. Diese mikroskopische Begutachtung erfolgt auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und umfasst das gesamte Spektrum der klinischen Pathologie.

Das Institut verfügt über alle modernen Methoden der Gewebeaufarbeitung, der Immunhistochemie (zur speziellen gezielten Darstellung von Gewebestruktu-ren), der Zytologie (der Aufarbeitung von einzelnen Zellen für die mikroskopische Beurteilung) und der Immunzytochemie (zur speziellen gezielten Darstellung von Zellstrukturen).

Das Institut für Pathologie am Clemenshospital Münster wurde 1979 gegründet und wird seit 2009 von den Fachärzten für Pathologie Prof. Dr. Ulrich Schmidt, Prof. Dr. Hans-Udo Kasper und Prof. Dr. Cornelius Kuhnen geleitet.

Im Mittelpunkt unseres Handelns steht der Patient, dessen Gewebeproben von uns begutachtet werden. Wir arbeiten mit dem Ziel, eine zuverlässige und zeitlich angemessene Aussage über mögliche Erkrankun-gen zu treffen. Diese diagnostische Aussage soll ambulant und klinisch tätige Ärzte unterstützen.

Qualität ist für uns ein übergeordnetes Ziel. Daher halten wir unsere diagnostischen Verfahren stets auf dem neuesten medizinischen Kenntnisstand.

Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Vertraulichkeit – und dies auf hohem qualitativen Niveau – sind unser Anspruch an uns selbst sowie Bedingung für die Zusammenarbeit mit unseren externen Dienstleistern.

Strahlentherapie

Strahlentherapie

Sie finden die Strahlentherapie Coesfeld in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses.

Die Ärzte der Praxis (Strahlentherapeuten oder Radioonkologen) arbeiten eng mit den anderen Disziplinen zusammen, sodass sich Strahlentherapie und andere Behandlungsformen optimal ergänzen.

Onkologie/Hämatologie

Onkologie/Hämatologie

Der Schwerpunkt Hämatologie/Onkologie bietet Patienten mit Bluterkrankungen und mit bösartigen Tumorerkrankungen moderne Behandlungsmöglichkeiten. Abteilungsleitender Arzt für die hämatoonkologische Station ist der Hämatoonkologe/Onkologe Priv.-Doz. Dr. M. Zühlsdorf, der diese Funktion als Vertragsarzt ausübt und in der hämatologisch/onkologischen Schwerpunktpraxis gemeinsam mit Dr. M. Glados und Dr. S. Retzlaff in Coesfeld und Dülmen niedergelassen ist.

Hierdurch ergibt sich der Vorteil einer durchgehend strukturierten Behandlung ambulant und stationär. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit anderen niedergelassenen Ärzten

bezüglich onkologischer Patienten.

In der onkologischen Abteilung werden Patienten mit Krebserkrankungen ihrem Krankheitsstadium entsprechend individuell behandelt. Zu den Therapieformen gehören kurative und palliative Chemotherapien, spezielle Antikörpertherapien soweit diese stationär durchgeführt werden müssen. Diese Therapien können auch in Kombination mit einer Bestrahlung erfolgen.

Ein wichtiges Therapieziel ist Verbesserung des körperlichen und allgemeinen Zustands des Patientin mit Entlassung in die weitere ambulante Pflege und Therapie.

Onkologische Praxen

Dr. Lothar Moschner

Praxis Müter/Homann/Moschner

Ostring 2

48249 Dülmen

Gemeinschaftspraxis

Dr. med. Gabriele Ackers, Haiko Schmidt

Propst-Sievert-Weg 9

46325 Borken

Telefon 02861/974480

Ärztehaus DÜLMED

Gemeinschaftspraxis

Dr. med. Eva Maria Göllmann, Rafael Schulte Vorwick, Claudia Maria Richter, Hartwig Schröder

Münsterstraße 45

48249 Dülmen

Telefon 02594/782180

www.duelmed.de

Psychoonkologie und Gastroenterologie

Psychoonkologie und Gastroenterologie

Psychoonkologische Praxis

Fachgemeinschaftspraxis für

klinische Psychologie

und Psychotherapie

Dr. Helga Hüsken-Janßen, Bettina Krause, Silvia Fisch

Daruper Str. 14

48653 Coesfeld

Telefon 02541/6500

Gastroenterologische Praxen

Gemeinschaftspraxis

Dr. med. Mechthild Kemper,

Dr. med. Markus Dreck

Beguinenstr. 11

48653 Coesfeld

Telefon 02541/89-12052

Dr. med. Jan Preuß

Bärenstiege 1

48249 Dülmen

Telefon 02594/94680

www.praxis-baerenstiege.de

Humangenetik

Humangenetik

Humangenetische Praxis

Prof. Dr. med. Elisabeth Gödde

Fachärztin für Humangenetik

Medizinisches Versor-gungszentrum Recklinghausen

Berghäuser Str. 295

45659 Recklinghausen

Telefon 02361/3000-201

Fax 02361/3000-211

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WIR BIETEN IHNEN

Untersuchungen bei Darmkrebs

Untersuchungen bei Darmkrebs

Sonographie

Die Sonographie (Ultraschall) des Bauchraumes stellt eine sehr wichtige Basisuntersuchung dar. Die Methode ist wichtig zum Ausschluss von Metastasen (Tochtergeschwülsten) oder Bauchwasser. In manchen Fällen ist es sinnvoll, dass der Patient für die Untersuchung nüchtern ist. Darüber hinaus sind keine Besonderheiten zu beachten.

Kontrastmittelsonographie

Während einer Kontrastmittelsonographie, meist der Leber, wird ein Kontrastmittel gespritzt, dessen Durchblutungsverhalten kontinuierlich beobachtet werden kann. Die Untersuchung eignet sich insbesondere zur Abklärung von unklaren Leberherden. In vielen Fällen lässt sich damit eine relativ zuverlässige Artdiagnose stellen.

Sonographiegesteuerte Punktion

Es kann notwendig sein, unklare Befunde (z.B. der Leber) durch eine Punktion feingeweblich untersuchen zu lassen. Dies kann unter sonographischer Kontrolle gezielt erfolgen. Nach lokaler Betäubung wird mit einer Spezialnadel etwas Gewebe aufgesaugt. Komplikationen sind insgesamt selten und werden vorher ausführlich besprochen.

Gastroskopie

Die Gastroskopie (Magenspiegelung) begutachtet von innen die Schleimhaut von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm. Sie dient beispielsweise dem Erkennen von Magenschleimhautentzündung, Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren, Speiseröhrenentzündung oder Tumoren. Während der Untersuchung lassen sich auch Gewebeproben entnehmen, Blutungen stillen oder Krampfadern veröden. Sie wird in aller Regel unter Gabe von Schlafmitteln durchgeführt. Der Patient muss lediglich am Untersuchungstag morgens nüchtern sein, weitere Vorbereitungen sind nicht erforderlich. Ein Aufklärungsgespräch ist notwendig.

Coloskopie

Die Coloskopie (Dickdarmspiegelung) ermöglicht in aller Regel durch In-Augenscheinnahme und Entnahme von Gewebeproben die sichere Diagnose eines Dickdarmkrebses und anderer Erkrankungen. Die Durchführung erfordert eine gründliche Darmreinigung mit speziellen Trinklösungen. Gerinnungshemmende Medikamente müssen pausiert werden. Die Untersuchung erfolgt unter Gabe von Schmerz- und Schlafmitteln. Deren Dosis wird individuell an die Erfordernisse angepasst. Dadurch wird die Untersuchung in aller Regel nicht als unangenehm empfunden. Sie erwachen rasch aus dem Dämmerschlaf. Dennoch ist im Falle einer ambulanten Untersuchung zu beachten, dass Sie im Anschluss für 24 Stunden kein Fahrzeug führen dürfen. Verwendet wird ein modernes Videoendoskop mit der Möglichkeit, Gewebeproben zu entnehmen, Polypen zu entfernen oder Blutungen zu stillen. Komplikationen im Rahmen einer Coloskopie sind sehr selten und werden mit Ihnen in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch erörtert.

Endosonographie

Die Endosonographie (endoskopischer Ultraschall) kommt vor allem bei Geschwülsten des Enddarmes zum Einsatz. Eine Sonde wird nur wenige Zentimeter in den After eingeführt und ermöglicht eine Ultraschalldarstellung der Geschwulst und der umgebenden Strukturen. Damit können vor einer Operation wichtige Informationen zur Größe und Tiefenausdehnung der Geschwulst gewonnen werden. Auch ein Befall der Lymphknoten lässt sich beurteilen. Dies hat auf die weitere Behandlung entscheidenden Einfluss, da es beispielsweise sinnvoll sein kann, vor einer Operation eine vorbereitende Bestrahlung und Chemotherapie durchzuführen. Die endosonographische Untersuchung des Enddarmes ist normalerweise nicht schmerzhaft und wird deshalb in der Regel nicht unter Schmerz- oder Schlafmitteln durchgeführt. Nach der Untersuchung sind keine Überwachung oder sonstigen Maßnahmen erforderlich. Komplikationen sind sehr selten. Mit einem anderen Instrument, ähnlich dem Gerät zur Magenspiegelung, können auch Ultraschalluntersuchungen am oberen Verdauungstrakt vorgenommen werden. Dabei lassen sich die Wandstrukturen und die benachbarten Organe von Speiseröhre, Magen oder Zwölffingerdarm beurteilen. Auch hier ist die Entnahme von Gewebeproben möglich. Für diese Untersuchung ist allerdings die Verwendung von Schlafmitteln notwendig.

Video-Kapsel- und Doppelballonendoskopie

Bei der Video-Kapsel-Endoskopie schlucken die Patienten eine Mini-Kamera, bei der Doppel-Ballon-Enteroskopie wird ein 2 m langes und besonders dünnes (8,5 mm) Video-Endoskop in den Dünndarm eingeführt, an dessen Ende sich ein Ballon befindet. Durch dieses Verfahren kann nicht nur der Darm schonend untersucht werden, sondern es ermöglicht auch direkte Behandlungen, wie z. B. Blutstillung oder Gewebeentnahme. Diese beiden Untersu-chungsmethoden werden allerdings hauptsächlich für Untersuchungen des Dünndarms eingesetzt.

Umfelduntersuchungen/Staginguntersuchungen

Sie dienen der Suche und der Früherkennung von Tochtergeschwülsten (Metastasen) im gesamten Organismus und werden bei allen Patienten durchgeführt, bei denen eine Krebsdiagnose gestellt wird. Dazu werden vor allem die Organe untersucht, in denen sich am häufigsten Metastasen bilden. Bei Darmkrebs sind dies bevorzugt Leber und Lunge. Darauf konzentrieren sich diese Untersuchungen.

Tumorkonferenz

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Tumorkonferenz

Die interdisziplinäre Tumorkonferenz findet in unserer Klinik an jedem Mittwoch statt. Hier kommen alle Entscheidungsträger der Fachdisziplinen Gastroenterologie, medizinische Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie, Nuklearmedizin, Pathologie und Viszeralchirurgie kommen zusammen. Sie erörtern und beschließen das Behandlungskonzept der Tumorpatienten unter Berücksichtigung der individuellen Patientenfaktoren und der aktuellen medizinischen Leitlinien. So kann in diesem Expertengremium für jeden einzelnen Patienten die bestbest mögliche Therapie ermittelt werden.

Die Tumorkonferenzbeschluss ist insbesondere für das Behandlungskonzept der  Patienten mit Mastdarmtumoren entscheidend. Je nach Ausprägung des Tumors kann bereits vor der Operation eine Vorbehandlung des Tumors mit Strahlentherapie- und Medikamenten (Radiochemotherapie) erforderlich sein. Diese Therapie kann das Behandlungsergebnis deutlich verbessern.  Aber auch für Patienten mit einem Dickdarmkarzinom wird hier beschlossen, ob im Anschluss an die Operation eine ergänzende medikamentöse Therapie zu empfehlen ist.

Der Beschluss der Tumorkonferenzbeschluss wird elektronisch in der Patientenakte erfasst und kann damit jederzeit für Folgetherapien und -konferenzen herangezogen werden.

Operationen bei Dick- und Mastdarmkrebs

Operationen bei Dick- und Mastdarmkrebs

ie Operation stellt in nahezu allen Fällen bei Dick- und Mastdarmkrebs die wichtigste Behandlung dar. Nur mit einer Operation ist nach heutigem Wissensstand eine Heilung (Kuration) dieser bösartigen Erkrankung möglich.

Ziel jeder Tumoroperation mit einem kurativen Ansatz muss es daher sein alle vorhandenen Tumorzellen mit einem Sicherheitsabstand im gesunden Gewebe zu entfernen. Daher ist es vor jeder Operation sehr wichtig den Grad der Tumorausprägung zu erfassen. Je genauer wir die Lokalisation, Größe und Ausprägung des Tumorgewebes kennen, um so genauer läßt sich die nötige Therapie planen. Hierzu ist praeoperativ eine genaue Diagnostik (Staging) mittels Endoskopie, Ultraschall und Schnittbilddiagnostik (CT, MRT) nötig.

Grundsätzlich ist beim Darmkrebs zwischen der Behandlung von Dick- und Mastdarmkrebs zu unterscheiden. Dies ist nicht nur durch die ggf. vorhandene Nähe des Tumors zum Schließmuskel beim Mastdarmkrebs bedingt, sondern auch durch die Nähe zu anderen wichtigen anatomischen Strukturen im Unterbauch bzw. Becken. Gerade beim Mastdarmkrebs ist es häufig erforderlich vor der Operation eine Behandlung mit der Strahlen- und Chemotherapie durchzuführen, um eine vollständige Entfernung im Gesunden zu gewährleisten und die Gefahr eines Lokalrezidives zu reduzieren.

Da sich Tumorzellen aus dem Haupttumor lösen und zu Absiedelungen (Metastasen) in benachbarten Lymphknoten führen können, müssen neben der Resektion des Haupttumors die das Tumorgebiet drainierenden Lymphbahnen entfernen werden. Die Lymphbahnen verlaufen parallel zu den den Darm versorgenden Gefäßen. So ist es erforderlich die entsprechenden Arterien an ihrem Abgang aus der Bauchschlagader abzusetzen. Da diese Arterien meist ein deutlich größeres Darmsegment versorgen als das tumortragende Darmstück, bestimmt die zentrale Gefäßunterbindung auch die Größe des zu entfernenden Darmanteils.

Prinzipiell stehen heutzutage zwei unterschiedliche Operationsmethoden beim Dickdarm- und Enddarmkrebs zur Verfügung. Zum einen ist dies die klassische (offene) Methode über einen Bauchschnitt. Zum anderen existiert die Schlüssellochtechnik (laparoskopisches Operieren), in der nur kleinste Bauchschnitte durchgeführt werden und mit einer Kameraoptik und speziellen Arbeitsinstrumenten im Bauchraum operiert wird.

Die klassische, offene Methode ermöglicht dem Chirurgen eine gute Übersicht im Bauchraum und damit eine sichere Entfernung des Tumors. Die Operation mit der Schlüssellochtechnik ist der offenen Methode bei kleinen Tumoren gleichwertig und benötigt deutlich kleinere Bauchschnitte. Die Erholung ist meist etwas schneller im Vergleich zu einer offenen Operation und die Patienten haben meist etwas weniger Schmerzen.

Grundsätzlich gilt aber, dass die zuverlässige Tumorentfernung oberste Priorität hat.

Vor jeder Operation besprechen wir detailliert mit dem Patienten wo der Tumor lokalisiert ist und welches Resektionsausmaß erforderlich sein wird, um eine Heilung anzustreben. Bei diesem Gespräch wird insbesondere beim Mastdarmkrebs über die eventuell vorliegende Notwendigkeit gesprochen, ob ein vorübergehender oder dauerhafter künstlicher Darmausgang zu erwarten ist.

Nach der Operation werden die Patienten in der Regel kurzzeitig auf der Intensivstation betreut. Noch im Operationssaal wird der Beatmungsschlauch, der vom Narkosearzt zur künstlichen Beatmung während der Operation genutzt wurde,entfernt. Eine Magensonde wird ebenfalls am Operationsende entfernt. Eine Ableitung von Urin aus der Blase (Urinkatheter) bereitet keine Schmerzen und wird wenige Tage nach der Operation entfernt.Der Patient darf üblicherweise ab dem ersten Tag nach der Operation Tee trinken und Suppe zu sich nehmen. Der Flüssigkeitshaushalt wird durch Infusionen ausgeglichen. Um Schmerzen nach dem Eingriff zu vermeiden, erhält jeder Patient eine spezielle Schmerztherapie, eventuell in Kombination mit einem rückenmarksnahen Schmerzkatheter (epiduraler Schmerzkatheter). Wichtig ist in dieser Phase die aktive Teil-nahme des Patienten am Genesungsprozess. Jeder Patient sollte so viel wie möglich im Stuhl sitzen und umherlaufen. Nachdem die Kost aufgebaut ist und der Patient sich wohl fühlt kann die Entlassung erfolgen. Nach Eingang des Ergebnisses der feingeweblichen Untersuchung wird erneut in der interdisziplinären Tumorkonferenz über die weitere Therapie bzw. Nachsorge der Tumorerkrankung gesprochen und dem Patienten eine Empfehlung ausgesprochen.

Strahlentherapie bei Mastdarmkrebs

Strahlentherapie bei Mastdarmkrebs

Wie wirkt die Strahlentherapie?

Die Strahlentherapie ist eine örtliche Behandlung. Dabei werden energiereiche Röntgenstrahlen zur Abtötung von Zellen eingesetzt. Sie führen durch ihre hohe Energie zu Schäden im Erbgut der Krebszelle. Durch die energiereichen Röntgenstrahlen geschädigte Zellen können ihre Erbinformationen nicht mehr lesen und Schäden nicht mehr reparieren. Am Ende führt das zum Absterben der Zellen.

Die Röntgenstrahlen unterscheiden nicht zwischen gesunden Zellen und Tumorzellen. Trotzdem sterben mehr Tumorzellen ab, weil normale (gesunde) Zellen weniger empfindlich sind und sich schneller und besser erholen. Die Strahlentherapie wirkt nur in dem Bereich, der von den Strahlen erreicht wird; eine Ausbreitung der Strahlen in andere Teile des Körpers findet nicht statt.

Meist wird die Strahlentherapie beim Rektumkarzinom vor einer Operation durchgeführt (präoperative oder neoadjuvante Strahlentherapie). Dadurch sollen einzelne Tumorzellen abgetötet werden, die nicht sichtbar im Becken liegen. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor in diesem Gebiet nicht wieder nachwächst und ist ab einer bestimmten Größe notwendig.

Die Strahlentherapie kann auch kombiniert werden mit einer Chemotherapie (Radiochemotherapie). Ziel ist es dabei, den Tumor soweit zu verkleinern, dass er besser operiert werden kann und dass ggf. auch noch ein Schließmuskelerhalt möglich ist, der vorher unwahrscheinlich erscheint. Kleine Tumoren werden sofort operiert.

Die primäre Strahlenbehandlung wird zur Bekämpfung von Metastasen eingesetzt oder bei Tumoren, die nicht mehr operiert werden können.

Die Geräte

Modernste Geräte und ausgefeilte Computersimulationen sorgen dafür, dass die Bestrahlung heute sicher ist und weitgehend auf die Areale beschränkt wird, die tatsächlich getroffen werden sollen. Das Bestrahlungsfeld umfasst allerdings in der Regel nicht nur die Tumorregion selbst sondern auch die benachbarten Lymphdrüsen und Lymphgefäßen.

Behandlungsablauf und Dauer

Die Technik der Bestrahlung wird zunächst anhand von Schichtaufnahmen (Computertomographie) geplant. Nach der Planung erfolgt eine Probeeinstellung am Bestrahlungsgerät, bevor die tägliche Bestrahlungsbehandlung beginnt.

Die Bestrahlung erfolgt von außen. Hierbei wird zielgerichtet der Bereich bestrahlt, der behandelt werden soll. Beim Rektum-Karzinom ist dies ein großer Teil des Beckens; es geht nicht um eine Punktbestrahlung des Tumors, obwohl das technisch möglich ist.

Die Behandlung erfolgt über mehrere, individuell geplante Felder, die das Gerät einzeln bestrahlt. In dieser Zeit befinden sich die Patienten allein im Raum und sollen möglichst still liegen. Sie werden aber von den technischen Assistenten mit Kamera und Sprechanlage überwacht, sodass bei Problemen die Bestrahlung sofort unterbrochen werden kann.

Eine Strahlenbehandlung erfolgt in einem Zyklus über mehrere Wochen. Der Grund hierfür liegt in der besseren Verträglichkeit der Strahlen-therapie, wenn man die Gesamtbestrahlungsmenge auf viele kleine Einzelgaben verteilt.

Zu einer Strahlentherapie muss ein Patient mit Darmkrebs täglich an fünf Tagen in der Woche zur Bestrahlung kommen. Im Durchschnitt sind 28 bis 31 Bestrahlungen nötig. Jede einzelne Bestrahlung dauert dabei nicht länger als fünf Minuten. Mit Vorbereitungen und Wartezeit dauert die Behandlung pro Tag in der Regel nicht länger als 15 Minuten. Meist wird die Bestrahlung ambulant durchgeführt, die Patienten sind zu Hause und suchen lediglich für die Therapie die Einrichtung auf.

Nebenwirkungen

Die Bestrahlungen werden in der Regel gut vertragen. Aber wie alle medizinischen Behandlungsverfahren kann auch eine Strahlentherapie zu Nebenwirkungen führen.

Durch die moderne computergestützte Therapieplanung kann man bei einer externen Bestrahlung das Strahlenfeld so berechnen, dass die erwünschte Wirkung und die unerwünschten Nebenwirkungen eng auf den zu behandelnden Bereich begrenzt bleiben. Die Nebenwirkungen treten in der Regel einige Wochen nach Beginn der Behandlung auf und dauern nach Therapieende noch einige Wochen an (akute Nebenwirkungen), sind aber vorübergehend.

Es kann aber in Einzelfällen auch noch Monate später zu unerwünschten Reaktionen kommen (späte Nebenwirkungen), die dann auch länger anhalten können. Zur Verringerung von Nebenwirkungen an der Blase bestrahlen wir bei gefüllter Blase, für die Schonung des Dünndarms legen wir Sie auf den Bauch in ein Lochbrett; wie das genau funktioniert, erklären wir beim Aufklärungsgespräch.

Akute Nebenwirkungen

Bei den akuten Nebenwirkungen sind eine vorübergehende Rötung des Bestrahlungsgebietes, manchmal auch ein Wundsein an der Pofalte und am Ausgang zu nennen. Das Ausmaß der Hautreaktionen hängt von der Art der verwendeten Strahlung ebenso ab wie von der Einhaltung der Pflegehinweise (hauptsächlich Verminderung von Reibung und Feuchtigkeit) sowie von individuellen Faktoren. Auch eine Reizung von Blase und Darm mit Durchfällen, häufigem Drang, Blut- und Schleimabgang beim Stuhlgang und erhöhte Häufigkeit von nächtlichem Wasserlassen kann vorkommen.

Eine Chemotherapie verstärkt das Auftreten von Durchfall und Blutbildveränderungen. Weiterhin kann es zu einer Müdigkeit und unangemessenen Erschöpfung kommen (sog. Fatigue-Syndrom). Diesem kann man am besten durch regelmäßige Bewegung an der frischen Luft vorbeugen. Übelkeit tritt eher selten auf.Späte Nebenwirkungen

Zu den späten Nebenwirkungen gehören neben einer bleibenden Verfärbung der Haut auch entzündliche Veränderungen an Blase und Darm, Funktionsverlust der Schließmuskulatur sowie eine Verfestigung (Fibrose) von Geweben wie Harnleiter, Darm oder Haut sowie eine Schwellung (Ödem) der Beine. All diese Nebenwirkungen sind sehr selten.

Eine ausführliche Beratung steht am Anfang jeder Behandlung. Dabei erhalten Sie weitere Informationen und Ratschläge zum eigenen Verhalten.

Wichtig

Findet die Bestrahlung vor der Operation statt, muss nach dem Abschluss der Bestrahlung vier bis sechs Wochen bis zur Operation gewartet werden. Erst dann hat die Therapie ihre volle Wirksamkeit entfaltet und die dadurch erzeugte Entzündung ist wieder abgeklungen. In dieser Zeit wird der Tumor durch die Therapie kleiner.

Medikamentöse Therapie

Medikamentöse Therapie

Neben der Operation ist die medikamentöse Therapie (Chemo /Antikörpertherapie) die effektivste Behandlungsmethode gegen Darmkrebs. Diese Therapie kann vor der Operation erfolgen („neoadjuvantes“ Vorgehen) oder nach der operativen Therapie („adjuvante Chemotherapie“).

Ziel ist es, die Heilbarkeit von Darmkrebs zu verbessern. Ob eine medikamentöse Therapie erforderlich ist und für den einzelnen Patienten Vorteile erbringt, hängt von dem Ausbreitungsstadium, der Aggressivität des Tumors, dem Alter und dem Gesamtzustandes des Patienten ab. Speziell beim Mastdarmkrebs erfolgt eine kombinierte Chemo-/Strahlentherapie in der Regel vor der Operation.

Auch im fortgeschrittenen Stadium einer Darmkrebserkrankung, wenn Metastasen bereits andere Organe befallen haben, lassen sich bei einem Teil der Patienten noch gute Erfolge erzielen. Sogar eine Heilung ist erreichbar. Für Patienten, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist, lässt sich eine Besserung der tumorbedingten Beschwerden durch eine medikamentöse Therapie erreichen.

Portsystem

Die Chemotherapie und/oder Antikörpertherapie wird in der Regel als sog. „Tropf“ (Infusion) verabreicht, seltener auch als Tablette. Die Medikamente reizen die Venenwände und ein häufiges Anpunktieren der Vene an der Hand oder am Arm ist unangenehm und schmerzhaft. Häufig empfiehlt es sich daher, einen sogenannten Port anzulegen. Das ist eine kleine Kunststoffkammer, die unter der Haut eingepflanzt wird. Der Port wird meist in einer kurzen ambulanten Operation eingesetzt und kann monatelang benutzt werden.

Ambulante Behandlung

Durch moderne Begleittherapien konnte es erreicht werden, dass die medikamentöse Therapie heutzutage fast ausnahmslos gut vertragen wird. Somit kann sie ambulant verabreicht werden. Dieses erfolgt in der Regel in einer onkologischen Schwerpunktpraxis unter der Aufsicht eines in der Tumortherapie erfahrenen und speziell ausgebildeten Arztes (Onkologen).

Neben der Behandlung nach Leitlinien werden unter bestimmten Bedingungen auch die Teilnahme an nationalen und internationalen Therapiestudien angeboten. Diese haben das Ziel, die Behandlungen noch weiter zu optimieren und neue Therapien anzubieten. So wird erreicht, dass neue Erkenntnisse schneller in die Praxis einfließen und den Patienten angeboten werden können.

Nebenwirkungen

Durch die Verabreichung der zellschädigenden Medikamente werden auch die Zellen der Haarwurzel angegriffenen, was zum Haarausfall führt. Nach Abschluss der Therapie wachsen die Haare innerhalb kurzer Zeit nach. Im Therapieplanungsgespräch wird besprochen, inwieweit eine frühzeitige Anfertigung eines Haarersatzes (Perücke) sinnvoll ist. Die Kosten dafür werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Als Alternative zum künstlichen Haar können Sie auch auf eine Mütze oder Tuch zurückgreifen. Wichtig ist, dass Sie sich damit wohl fühlen.

Veränderungen des Blutbildes

Besonders empfindlich reagiert das blutbildende Knochenmark auf die Therapie. Deshalb kann ihre Auswirkung an der Zahl der weißen Blutkörperchen im Blut gemessen werden. Sinken sie auf ein Minimum ab, so ist die Behandlung zu unterbrechen. In diesem Falle ist das Immunsystem beeinträchtigt und es muss vor eventuellen Infektionen geschützt werden.

Übelkeit und Brechreiz

Reizungen der Magenschleimhaut können Übelkeit und Erbrechen auslösen. Wirksame Hilfe ist in Form von Medikamenten möglich, die mittlerweile fester Bestandteil der Therapie sind.

Sensibilitätsstörungen

In Einzelfällen können auch Nerven in Armen und Beinen durch die Gabe von Zytostatika geschädigt werden. Diese Schädigungen äußern sich mit Kribbeln oder Taubheitsgefühlen in Händen oder Füßen.

Chronische Müdigkeit

Teilen Sie Ihren betreuenden Ärzten und Schwestern mit, wie Sie die Chemotherapie vertragen. Oft kann der Einsatz eines zusätzlichen Medikamentes oder einer Änderung der Dosis Ihre Lebensqualität verbessern.

INFORMATIONSPLUS

Über-/Einweisung


Ihr Arzt hat Sie mit einer Über- /Einweisung in die Christophorus-Kliniken geschickt, wo müssen Sie sich melden und was müssen Sie mitbringen?


Im Idealfall haben Sie oder Ihr Arzt einen Termin in unseren Sprechstunden vereinbart.


Bevor Sie sich in der Sprechstunde vorstellen benötigen Sie




  • eine gültige Einweisung von Ihrem Haus- oder Facharzt.



Sie kommen dann in die chirurgische Ambulanz und melden sich mit Ihrer Über-/Einweisung zunächst an der Patientenanmeldung.


Hier werden Ihre Patientendaten ( Name, Geburtsdatum, Adresse und Krankenversicherungsdaten) erhoben und eine Patientenakte erstellt.


Von hieraus werden Sie in die für Sie richtige Sprechstunde geführt. Bitte bringen Sie alle für Krankenhausbehandlung wichtigen Krankenunterlagen (Medikamentenliste, Untersuchungsergebnisse und Röntgenbilder/CD`s) mit.


Was müssen Sie ins Krankenhaus mitbringen?


Was müssen Sie ins Krankenhaus mitbringen?




  • Dokumente/Karten:

    – Einweisungsformular Ihres Haus- oder Facharztes

    – Bei gesetzlich Versicherten: Krankenversicherungskarte

    – Bei privat Versicherten: Ihre Klinik-Card oder den Versicherungsnachweis

    – ggf. Kostenübernahmeerklärung



  • Medizinische Unterlagen:

    – Medikamentenliste

    – Angeforderte Untersuchungsergebnisse zur Operations- und Narkosevorbereitung (z.B. Arztbriefe, Röntgenbilder, Laborbefunde)



  • Falls vorhanden:

    – Diabetesplan (Pen)

    – Allergiepass

    – Röntgenpass

    – Marcumar-Pass

    – Herzpass

    – Herzschrittmacherausweis

    – Vorsorgevollmacht

    – Patientenverfügung (ggf. in Kopie)



  • Persönliches:

    – Die tägliche Medikation für die ersten Tage

    – alle gewohnten Hilfsmittel: Brille, Hörgeräte, Gehhilfen etc.

    – Hygieneartikel: Duschgel, Zahnpasta und Pflegeartikel etc.

    – Zahnbürste, Prothesenbecher

    – eigene Thrombosestrümpfe (wenn vorhanden)

    – Pyjama, Nachthemd oder Morgenmantel, Handtücher, Waschlappen

    – Alltagsbekleidung: Unterwäsche, T-Shirt, Strümpfe

    – zur Sturzprophylaxe festes Schuhwerk (rutschfeste Sohle)

    – etwas zum Lesen und Schreiben

    Nagellack, Piercings etc. bitte zum Aufnahmetag entfernen



  • Wertsachen:

    Bringen Sie bitte keine größeren Geldbeträge oder Wertsachen (z.B. Schmuck) zu Ihrem stationären Aufenthalt mit. Im Falle von Diebstahl, Verlust oder Beschädigung Ihrer persönlichen Sachen kann die Klinik keine Haftung übernehmen. Sie benötigen ein wenig Bargeld, bzw. EC-Karte zur Begleichung der gesetzlichen Zuzahlung (10 € pro Tag, max. 28 Tage pro Kalenderjahr), für die Nutzung des Telefons und den Erwerb der Wasserkarte (Mineralwasser).



Wie erfolgt die Entlassung?


Wie erfolgt die Entlassung?


Ihre Ärzte haben Sie während des stationären Aufenthaltes engmaschig begleitet. Im Vorfeld wird mit Ihnen über den Entlassungstermin gesprochen und alles Nötige organisiert. Sie verlassen das Krankenhaus erst, wenn Sie so weit wieder hergestellt sind und zu Hause gut zurecht kommen werden. Am Entlassungstag werden Sie in der Regel kurz nach dem Frühstück mit dem Entlassungsbrief nach Hause gehen können. Wie die weitere Behandlung aussehen wird ist im Detail mit Ihnen und Ihren Angehörigen besprochen worden.


Für weitere Fragen stehen wir Ihnen in unseren Sprechstunden und auf Station jederzeit gerne zur Verfügung.