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BECKENBODENZENTRUM

Ein intakter Beckenboden sorgt für eine gute Funktion der Kontinenzorgane Blase und Darm. Darüber hinaus bedarf es eines komplexen Zusammenspiels der Organe selbst, deren Nervenversorgung, der umgebenden Muskulatur und des Stützapparats.

Ebenso vielfältig sind die Ursachen bei Störungen dieser wichtigen Organfunktionen, aber auch bei Senkungszuständen des Beckenbodens der Frau. Hierzu zählen neben natürlichen Alterungsprozessen z.B. frühere Operationen im gynäkologischen, koloproktologischen oder urologischen Bereich, neurologische und internistische Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, vorausgegangene Geburten, Übergewicht und erbliche Veranlagungen, insbesondere Bindegewebsschwäche.

Da hier mehrere Organsysteme ineinander greifen, überschneiden sich auch verschiedene Fachdisziplinen wie

  • Gynäkologie,
  • Koloproktologie,
  • Urologie,
  • Neurologie,
  • Geriatrie,
  • Psychosomatik,
  • Physiotherapie und
  • Ernährungsmedizin.

Der Komplexität entsprechend hoch sind die Ansprüche an die Diagnostik und Therapie solcher Erkrankungen. Für den optimalen Behandlungserfolg ist manchmal das Know how unterschiedlicher Fächer erforderlich.

Dann arbeiten wir als Beckenbodenzentrum interdisziplinär in Diagnostik und Therapie zusammen. Dadurch ergeben sich für Sie als Patient(in) kurze Wege und ein effektiver Behandlungsplan.

Das Vorgehen kann schrittweise nacheinander oder, zum Beispiel bei einer Operation, kombiniert ablaufen. Wir stimmen das optimale Behandlungskonzept nach Komplettierung der Befunderhebung und Diagnostik gemeinsam mit Ihnen speziell auf Ihre Bedürfnisse und Wünsche ab. Dabei orientieren wir uns an den aktuellen Leitlinien genauso wie an Ihren individuellen Gegebenheiten.

Aus denselben Gründen wird auch der Behandlungserfolg manchmal über einen gewissen Zeitraum kontrolliert. Manche Therapien benötigen Zeit. Genauso wie sich das Leiden über viele Jahre entwickelt hat, benötigt der Organismus Zeit, um sich auf Veränderungen, Heilungsprozesse und Trainingsmaßnahmen einzustellen.

Mit dem Beckenbodenzentrum steht Ihnen ein kompetentes interdisziplinäres Expertenteam dieser Fachrichtungen zur Verfügung.

Informieren Sie sich hier zu diagnostischen und therapeutischen Verfahren.

beckenbodenDr. med. Claudia Fischäß-Pfeiffer

 

WIR BIETEN IHNEN

Diagnostik im Beckenbodenzentrum

Diagnostik im Beckenbodenzentrum

  • Urogynäkologische Untersuchung mit Beckenbodensonografie (auch 3D)
  • Vaginal-Sonografie
  • Urodynamik

Urologische Diagnostik

Urologische Diagnostik

  • Urinuntersuchung
  • Blasenspiegelung
  • Spülcytologieentnahme

Proktologische Diagnostik

Proktologische Diagnostik

  • Endoanalsonografie
  • Anale Manometrie
  • Defäkografie

Konservative Therapie im Beckenbodenzentrum

Konservative Therapie im Beckenbodenzentrum

  • Physiotherapie des Beckenbodens
  • Medikamentöse Therapie
  • Reizstrom-  und Biofeedbacktherapie
  • Pessartherapie
  • Therapie der Dranginkontinenz
  • Beratung zu Ernährungs- und Lebensgewohnheiten
  • psychosomatisches Gespräch

Blasenschwäche

Bei Blasenschwäche bzw. Blasenentleerungsstörung, Blasenschmerzen:

  • Botulinuminjektion
  • EMDA
  • Sacrale Neuromodulation (sog. „Blasen-Schrittmacher“)
  • spannungsfreie suburethrale Bandeinlage (z.B. TVT),
  • Kolposuspension
  • Injektion von „Bulking-Agents“
  • Instillationstherapie der Blase mit Chondroitinsulfat-Hyaluronsäure

Die mit einer Blasen- oder Darmschwäche sowie Senkungsbeschwerden einher gehende Einschränkung der Lebensqualität in Alltag, Sport, Beruf und Sexualität müssen Sie nicht einfach hinnehmen.

Mit unseren Möglichkeiten gelingt es fast immer, eine Heilung oder zumindest eine spürbare Besserung Ihrer Beschwerden zu erzielen.

Senkungszustände

Alle OP-Verfahren zur Therapie von Senkungszuständen

  • endoskopische, vaginale und offene Scheidenaufhängung (Sacropexie)
  • gebärmuttererhaltende Verfahren (z.B. Hysteropexie)
  • vordere und hintere Kolporrhaphie (vaginale Rekonstruktion der Senkung mit Eigengewebe)
  • vaginal-netzgestützte Beckenbodenrekonstruktion
  • wiederherstellende Verfahren (nach Voroperationen)
  • alle Methoden der Gebärmutterentfernung

Stuhlinkontinenz

OP bei Stuhlinkontinenz bzw. Auslassstörungen:

  • Rectumvollwandresektion (TransSTARR-Technik)
  • endoskopische und offene Rectopexie
  • Schließmuskelrekonstruktion
  • Fistelverschluss-Operationen

INFORMATIONSPLUS

Patienteninformation

Patienteninformation

Viele Frauen leiden still, reden nicht über vermeintliche Tabus wie Inkontinenz oder Verzicht auf Sexualität. Die Beschwerden reichen von vaginalem Fremdkörpergefühl, Schmerzen, Kohabitationsbeschwerden, wiederkehrenden Harnwegsinfektionen, Blasen- und Mastdarmentleerungsstörungen (Harn- oder Stuhlverhalt) bis zu Harn- und Stuhlinkontinenzbeschwerden oder genitalen Blutungen.

Jüngere Frauen sind nicht selten nach einer Geburt davon betroffen, bei Älteren kommen weitere Faktoren wie Östrogenmangel, Bindegewebsschwäche und Alltagsbelastungen hinzu. Dabei sind in Deutschland von Harninkontinenz 6-8 Mio Menschen betroffen, Frauen 2-4 mal häufiger als Männer. Von einer Senkung sind etwa 10% aller Frauen im Laufe ihres Lebens betroffen.

In der Frauenklinik wird das gesamte Spektrum der Harninkontinenzabklärung und –Therapie sowie alle konservativen und operativen Senkungstherapien angeboten.
Nach Beratung, Untersuchung und Diagnostik erstellen wir gemeinsam mit Ihnen ein individuelles Therapiekonzept. Der Ansatz ist im Bedarfsfall auch fachübergreifend oder sequenziell gestaltet. Auch Therapiekontrollen oder eine Nachbeobachtung sind im Verlauf möglich.

Besonderes Augenmerk liegt bei den operativen Eingriffen auf der minimalinvasiven Chirurgie. So werden auch größere Senkungseingriffe gewebeschonend laparoskopisch durchgeführt. Im Bereich der Urogynäkologie stehen alle klassischen vaginalen Verfahren, spannungsfreie suburethrale Schlingen (TVT- und transobturatorische Bänder), Botulinuminjektion bei überaktiver Blase und sacrale Neuromodulation (sog. Blasenschrittmacher-Implantation) zur Verfügung, um nur einige zu nennen.