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Durchwahl Standort Nottuln
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NEUROLOGISCHE KLINIK

In unserer Neurologischen Klinik mit zertifizierter Stroke Unit und Neurophysiologischer Klinik behandeln wir  sämtliche Krankheitsbilder des neurologischen Fachgebietes nach dem neuesten Stand der Medizin. Die Abteilung ist für die primäre Akutversorgung des gesamten Kreises Coesfeld zuständig. Das Einzugsgebiet reicht aufgrund unseres differenzierten Angebots jedoch deutlich darüber hinaus. 2016 wurden entsprechend mehr als 4000 Betroffene stationär betreut .

Schwerpunkte sind die Diagnostik und Therapie von Patienten mit Schlaganfall, Parkinson , Multiple Sklerose, Epilepsie, Rückenmarkserkrankungen, Polyneuropathie, Kopfschmerzen und Schwindel.

Als Besonderheiten bieten wir Ihnen neben einer Sprechstunde für Privatversicherte auch eine Sprechstunde für Parkinson (einschließlich Erkrankten mit Tiefenhirnstimulation), für Botulinumtoxinbehandlung und für Multiple Sklerose an. Die Ambulanzen erfreuen sich einer deutlich überregionalen Akzeptanz.

Außerdem bietet wir Ihnen in Zusammenarbeit mit Neurologen aus Nordwest Deutschland eine ambulante videobasierte Parkinsoneinstellung an.

Unsere Klinik ist Mitglied des Kompetenznetzes Parkinson und von der Deutschen MS Gesellschaft anerkanntes MS-Schwerpunktzentrum. Die vom Land NRW zertifizierte Stroke Unit (Schlaganfall Spezialeinheit) belegt die hohe Qualität in der Behandlung von Schlaganfall-Patienten.

Mit Hilfe unserer modern ausgestatteten Neurophysiologischen Klinik,  unserer hauseigenen Radiologischen Klinik und unseres Instituts für Labor- und Liquordiagnostik bieten wir Ihnen eine schnelle und umfassende Diagnose und Therapie. Neben unseren neurologischen Fachärzten unterstützen Sie ein multiprofessionelles Team bestehend aus einer Neuropsychologin, Ergotherapie, Physiotherapie (einschließlich hauseigener Bäderabteilung), Logopädie und speziell geschulten Pflegekräften (MS-Nurse und Parkinson-Nurse).

Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Münster ist uns die Ausbildung von jungen Ärzten ein großes Anliegen. In der Beliebtheitsskala des ärztlichen Nachwuchses gehören wir deutschlandweit zu den drei beliebtesten Abteilungen. Hierdurch konnten wir in den letzten Jahren sehr engagierte und kompetente Assistenzärzte einstellen.

Besonders wichtig ist uns ein menschlich fürsorglicher christlich geprägter Umgang mit unseren Patienten und ihren Familienangehörigen.

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Dr. med. P. Pérez-González, Chefarzt

 

 

Wir bieten ihnen

Diagnostik und Therapie folgender Erkrankungen:

Diagnostik


Diagnostik


Zu unserem diagnostischen Angebot zählt ein modern ausgestattetes Neurophysiologisches und Neurosonologisches Labor. Hier werden Arm- und Beinnerven und Hirnströme gemessen (Elektroneurographie, Evozierte Potentiale, EEG) und die hirnversorgenden Arterien mittels einer Doppler-Duplexsonographie nach den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurophysiologie (DGKN) untersucht.


Eine hohe Untersuchungsqualität wird erreicht durch vorliegende DGKN-Fortbildungszertifikate für sämtliche neurophysiologische Untersuchungen. Es besteht auch die Möglichkeit eines 24 Stunden Video-EEGs und einer differenzierten Schluckdiagnostik mittels Endoskopie.


Komplettiert wird die Diagnostik durch ein hauseigenes Liquorlabor unter Leitung von Herrn Prof. von Müller und durch eine eigene Radiologische Klinik mit MRT und CT unter Leitung von Frau Dr. Christel Vockelmann.


Folgende diagnostische Verfahren werde in unserer Neurologischen Klinik durchgeführt:

• Electroencephalographie (EEG) einschl. 24 h-EEG und Schlafentzugs-EEG

• Elektroneurographie (ENG)

• Elektromyographie (EMG) einschließlich Mysthenietest

• sensibel evozierte Potentiale (SSEP)

• motorisch evozierte Potentiale (MEP)

• frühe akustisch evozierte Potentiale (FAEP)

• visuell evozierte Potentiale (VEP)

• elektrophysiologischer Blinkreflex

• Doppler- und Duplexsonographie

• R-R- Intervall-Messung

• Knöchel-Arm-Index

• Schellong-Text

• Differenzierte Schwindeldiagnostik einschließlich kalorischer Prüfung

• Neuropsychologische Testverfahren

• Umfangreiche Labor- und Liquordiagnostik

• MRT (Magnetresonanztomographie) und CT (Computertomographie) mit Gefäßdarstellung


Schlaganfall


Schlaganfall/Stroke Unit


Der Schlaganfall ist eine Durchblutungsstörung, die durch einen Hirnarterienverschluss (85%) oder eine Hirnblutung (15%) entstehen kann. Hierdurch kommt es zu einer Sauerstoff- und Nährstoffunterversorgung des betroffenen Hirnareals und zum Absterben von Nervenzellen


Häufige Symptome:



  • Lähmung oder Empfindungsstörung von Arm, Bein oder einer Körperhälfte

  • Sehstörungen (z. B. Doppelbilder, Gesichtsfeldausfälle)

  • Schwindel und Gangunsicherheit

  • Bewusstseinsstörung

  • Sprech- oder Sprachstörung

  • Schluckstörung

  • Koordinationsstörung


Durch moderne diagnostische und therapeutische Möglichkeiten kann Schlaganfällen vorgebeugt und das Risiko schwerer körperlicher Einschränkungen reduziert werden.


Häufige Ursachen:



  • Bluthochdruck (Hypertonus)

  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

  • Erhöhte Blutfettwerte (Hypercholesterinämie)

  • Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern)

  • Einengung der hirnversorgenden Arterien

  • Übergewicht und Bewegungsmangel

  • Rauchen


Die Neurologische Klinik verfügt über sechs modern ausgestattete Stroke Unit Betten. Hier werden Patienten mit einem Schlaganfall notfallmäßig von ärztlichen und pflegerischen Spezialisten aufgenommen und innerhalb kurzer Zeit alle erforderlichen Untersuchungen wie eine Bildgebung des Kopfes oder ein Ultraschall der hirnversorgenden Arterien veranlasst. Ein Schwerpunkt liegt hier in der engen Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kardiologie in der Suche nach möglichen Quellen eines Gerinnsels.


Diagnostik



  • Computertomographie des Schädels, EKG, Blutgasanalyse

  • Überwachung von Herzrhythmus, Blutdruck und Atmung

  • Ultraschall der hirnversorgenden Arterien

  • Ultraschall der hirnversorgenden Arterien

  • ggf. Telemetrie auch auf der peripheren Station

  • ggf. Implantation eines Event-Rekorders

  • ggf. Blutdruckmessung der Beine

  • ggf. Magnetresonanztomographie des Schädels

  • ggf Echokardiographie (Ultraschall des Herzens)

  • ggf videounterstützte endoskopische Schluckuntersuchung


Meist ist ein verstopftes Hirngefäß Ursache des Schlaganfalls. Mit modernen Medikamenten kann es gelingen, rasch wieder einen ausreichenden Blutfluss im Gehirn herzustellen. Die Chance, einen Schlaganfall weitgehend unbeschadet zu überstehen, ist umso größer, je früher die Behandlung einsetzt.


Therapiemöglichkeiten


Die Akutbehandlung erfolgt zunächst auf der Stroke Unit (Schlaganfall Spezialeinheit), wo

speziell geschultes Personal schnell die notwendige Diagnostik durchführt. Es wird

versucht – falls möglich – bei einer Durchblutungsstörung das Gerinnsel durch eine Lyse

(vorübergehende Aufhebung der Blutgerinnung) aufzulösen, um den Schaden zu begrenzen.


Gleichzeitig gilt es, rasch Ursachen für den Schlaganfall zu erkennen und Komplikationen zu behandeln. Bei größeren Gefäßverschlüssen muss das Gefäß ggf. auch mechanisch mittels Katheter wieder eröffnet werden (Thrombektomie). Hierzu besteht eine Kooperation mit der neurologischen Abteilung der Universitätsklinik Münster.


Die Stroke Unit absolvierte das Audit zur Stroke Unit und erhielt das Zertifikat nach dem Anforderungskatalog der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Deutschen Schlaganfall-Hilfe. Weitere Informationen erhalten Sie über den Link zum Flyer an der rechten Seite.


Die Stroke Unit absolvierte das Audit zur Stroke Unit und erhielt das Zertifikat nach dem Anforderungskatalog der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Deutschen Schlaganfall-Hilfe.


Parkinson


Parkinson


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Die Parkinson-Krankheit (Morbus Parkinson) wurde nach dem englischen Arzt James Parkinson benannt, der die Krankheit 1817 erstmals systematisch beschrieb. Die Erkrankung gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen in Deutschland mit 200.000 bis 400.000 Betroffenen. Ausgelöst wird die Erkrankung durch einen Mangel des Botenstoffes Dopamin im Gehirn. Eine Heilung der langsam fortschreitenden Erkrankung ist bisher nicht möglich, wohl aber eine Verbesserung des Zustandsbildes durch Medikamente und flankierende therapeutische Maßnahme.


 


Symptomatik


Die Erkrankung zeichnet sich durch die motorischen Leitsymptome aus:



  • Verlangsamung der Bewegungsabläufe (Bradykinese)

  • Zittern (Tremor)

  • Muskelsteifigkeit (Rigor)

  • Haltungsinstabilität


Als Folge sind häufig ein kleinschrittiger, unsicherer Gang, eine kleiner werden- de Schrift und eine gebückte Körperhaltung zu beobachten. Neben den motorischen Symptomen finden sich auch vegetative Symptome wie starkes Schwitzen, vermehrter Speichelfluss, Schwindel durch lageabhängigen Blutdruckabfall, Schluck- und Riechstörungen. Darüber hinaus leiden einige der Betroffenen unter psychischen Begleitsymptomen (depressive Verstimmung, Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit, Veränderungen der Persönlichkeit) und neuropsychologischen Auffälligkeiten (Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen, Störungen exekutiver und visiokonstruktiver Funktionen).

Für die Diagnosestellung ist eine genaue körperliche Untersuchung entscheidend.


Stationäre Parkinson-Therapie


Um die Patienten kümmert sich ein interdisziplinäres, speziell geschultes Team aus Ärzten, Pflegekräften (einschließlich einer Parkinson Nurse), Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden und Neuropsychologen. Eine medikamentöse Therapie gleicht den Dopaminmangel aus. Bei nachlassender Wirkung der konventionellen Therapie kann unter bestimmten Bedingungen je nach Patient eine alternative Therapieoption, wie das Apomorphin subkutan, die Tiefe Hirnstimulation oder die Duodopa-Pumpe in Betracht gezogen werden.


Ambulante Videotherapie


Als eines von wenigen Zentren in Deutschland ist unsere Neurologische Klinik für die ambulante Videotherapie zugelassen. Parkinsonpatienten können über vier Wochen im häuslichen Umfeld durch mehrfache Videoaufzeichnungen über den Tag medikamentös eingestellt werden. Die Einstellung erfolgt in Zusammenarbeit zwischen dem niedergelassenen Neurologen und dem Chef- bzw. Oberarzt der Klinik.


Seit 2014 ist unsere Klinik Mitglied des Kompetenznetz Parkinson.


Ermächtigungsambulanz zur Behandlung von Patienten mit Bewegungsstörungen im fortgeschrittenen Stadium


Die Neurologische Klinik der Christophorus-Kliniken in Dülmen bietet auf Überweisung vom Neurologen eine ambulante Möglichkeit zur Behandlung von Patienten mit Bewegungsstörungen unter der KV-Ermächtigung der hierauf spezialisierten Oberärztin Frau Dr. med. Barbara Erdélyi-Canavese an.


Hier können z. B. bei Patienten mit fortgeschrittenem M. Parkinson in Frage kommende Therapieoptionen wie z.B. die Tiefe Hirnstimulation, Einstellung auf eine Apomorphin-Pumpe oder auf eine Duodopa-Pumpe besprochen werden und im Verlauf eine ambulante Begleitung der gewählten Therapie erfolgen. Des Weiteren können Patienten mit Dystonie oder essentiellem Tremor vorgestellt werden.


Multiple Sklerose


Multiple Sklerose


ms-schwerpunktzentrum


Die Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Durch eine Fehlleitung des Immunsystems kommt es zu einer Schädigung und einer anschließenden Vernarbung des Nervengewebes. Die Ursache hierfür ist nach wie vor ungeklärt.


Symptomatik


Die Symptome der MS können sehr verschieden sein – unter anderem treten Gefühlsstörungen, Lähmungen, Sehstörungen, Blasenfunktionsstörungen oder Erschöpfungssymptome auf. Die Verlaufsformen der MS reichen von primär schubförmigen zu chronisch-progredienten Formen.


Diagnostisches Spektrum



  • Kernspintomographie des zentralen Nervensystems

  • Elektrophysiologie (VEP, MEP, SEP, AEP, EEG)

  • Labor- und Liquordiagnostik


Therapeutisches Spektrum



  • intravenöse Kortisontherapie im akuten Schub

  • Plasmaaustauschtherapie

  • Einstellung auf eine Spritzentherapie mit Interferonen oder Glatirameracetat incl. Spritzenschulung

  • intravenöse Mitoxantrontherapie

  • intrathekale Kortisontherapie

  • intrathekale Baclofentherapie

  • instellung auf neue orale Therapieformen wie Fingolimod (Gilenya) oder auf  intravenös verabreichte Antikörper

  • Diagnostik und symptomatische Behandlung von Begleitsymptomen

  • Neuropsychologische Diagnostik und Therapie

  • Physiotherapie


Ermächtigungsambulanz zur Behandlung von Patienten mit hochaktiver Multiple Sklerose


Das therapeutische Spektrum zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose wird ständig erweitert. Neben der Applikation von hochaktiven monoklonalen Antikörpern stehen zunehmend orale Therapieformen zur Verfügung.


 



Ermächtigungsambulanz auf Zuweisung vom niedergelassenen Neurologen:


Mittwoch 13:00 Uhr bis 14:30 Uhr

Infusionsbehandlung Montag 10:30 Uhr bis 13:30 Uhr


Die Anmeldung erfolgt über Frau Schürhoff (02594 92-47769).

Leitung: Oberarzt Dr. med. Chris Meyer


Bitte bringen Sie zum vereinbarten Termin eine gültige Überweisung von Ihrem niedergelassenen Neurologen mit, Ihre Krankenkassenkarte und alle wichtigen Vorunterlagen (Medikamenteliste, Untersuchungsergebnisse und MRT/CT-Berichte/CD’s).


 


Schwindel


Schwindel


Der Schwindel ist ein häufiges Symptom, hinter welchem sich verschiedene und zu einem nicht unerheblichen Teil auch neurologische Erkrankungen verbergen können. Man unterscheidet  zur weiteren diagnostischen Einordnung zwischen Schwank- und Drehschwindel sowie zwischen attacken-/ episodenartigem bzw. lageabhängigem Auftreten und Dauerschwindel.


Ursachen


Auf neurologischem Fachgebiet können die Ursachen häufig bei Störungen des Gleichgewichtsorgans, welches im Innenohr lokalisiert ist, gefunden werden. Die häufigsten Erkrankungen sind der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel, der M. Meniere und die Neuropathia vestibularis. Weiterhin finden sich Erkrankungen des Gehirns, wie zum Beispiel Schlaganfälle oder eine Migräne mit Aura. Aber auch der phobische Schwindel ohne das Vorliegen einer organischen Erkrankung ist gar nicht so selten. Abzugrenzen sind andere Schwindelursachen, beispielsweise eine Kreislaufregulationsstörung.


Diagnostik


Zunächst wird bei der Aufnahme eine ausführliche körperliche Untersuchung mit speziellen Tests (Lagerungsmanöver, schneller Kopfdrehtest, ggf. mit Frenzelbrille, etc.) durchgeführt. Hier kann dann häufig schon entschieden werden, ob es sich eher um eine Störung des Gleichgewichtsorgans oder Gehirns handelt, so dass Untersuchungen wie AEP und Blinkreflex in unserer Abteilung durchgeführt werden. Weiterhin steht in der radiologischen Abteilung ein modernes MRT-Gerät zur Verfügung, wo das Gehirn und der Verlauf des Gleichgewichtsnerven untersucht werden kann. Außerdem besteht eine Kooperation mit der HNO-ärztlichen Praxis im benachbarten Ärztehaus für die kalorische Testung des Gleichgewichtsorgans. Eine neuropsychologische Untersuchung kann durch unsere Neuropsychologin bei der Verdachtsdiagnose phobischer Schwindel ergänzt werden. Sollte der Verdacht auf eine kardial bedingte Schwindelursache, wie Kreislaufregulationsstörung bestehen, wird in Zusammenarbeit mit der kardiologischen Abteilung noch eine Telemetrie (Überwachung des Herzrhythmus) und ggf. ein Herzultraschall durchgeführt. Weiterhin bietet unsere Abteilung die Durchführung eines Schellong-Tests (Kreislauftest) an.


Therapie


Die Therapie ist abhängig von der Grunderkrankung. Es kommen häufig medikamentöse und physiotherapeutische Maßnahmen in Betracht.


Epilepsie


Epilepsie


Mit der Bezeichnung Epilepsie werden verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst, bei denen das Auftreten von spontanen Anfällen vorkommt. Diese Anfälle entstehen durch abnorme überschießende Entladungen in den Nervenzellen im Gehirn. Je nach Ursache und Entstehungsgebiet im Gehirn werden mehrere Epilepsieformen unterschieden.


Ursachen können verschiedene Hirnschädigungen, z.B. nach einer Kopfverletzung, ein Schlaganfall, aber auch Alkohol und Medikamente sein. Allerdings kann nicht immer eine Ursache gefunden werden. Auslöser für epileptische Anfälle können Schlafmangel, Fieber, Alkohol, Flickerlicht etc. sein.


Symptomatik


Die epileptischen Anfälle können sehr unterschiedlich sein. Teilweise gehen sie mit Bewusstseinsverlust und ggf. einem Sturz einher, teils bleibt das Bewusstsein erhalten und nur ein Teil des Körpers erleidet unwillkürliche „Zuckungen“ der Muskeln oder Mißempfindungen auf der Haut. Aber auch stereotype „merkwürdige“ wiederkehrende Verhaltensweisen können Ausdruck eines epileptischen Anfalls sein.


Gerade die Verletzungen durch Stürze oder unwillkürliche Bewegungen sowie der Bewußtseinsverlust in einer gefährlichen Situation, z.B. beim Autofahren oder Baden, machen epileptische Anfälle gefährlich. Aus diesem Grund ist eine rasche Diagnosestellung und Therapie von besonderer Bedeutung. Auch die Abgrenzung von anderen Erkrankungen, die zu einem Bewusstseinsverlust führen können (z.B. Synkopen), ist gerade für die Behandlung entscheidend.


Fast jeder zehnte Mensch erleidet in seinem Leben einen einmaligen epileptischen Anfall, was nicht immer automatisch zur Diagnose Epilepsie führen muss.


Diagnostik



  • Routine-EEG

  • EEG mit Hyperventilation und Flickerlicht

  • EEG nach Schlafentzug

  • Langzeit-EEG mit Videoüberwachung

  • Computertomographie des Gehirns

  • Kernspintomographie des Gehirns

  • Herz-Kreislaufdiagnostik


Kopfschmerz


Kopfschmerzen


Kopfschmerzen gehören zu den häufigen Symptomen, die zum Aufsuchen des Hausarztes, eines Neurologen oder zu einer Krankenhausaufnahme führen. Frauen sind davon insgesamt öfter betroffen. Schon aufgrund der Schilderung des/der Betroffenen (Beginn, Verteilung, Schmerzcharakter, Dauer, Intensität, Licht- und Lärmempfindlichkeit, Übelkeit/Erbrechen sowie andere Begleitsymptome, etc.) lässt sich das Krankheitsbild meist schon stark eingrenzen.


Ursachen


Es werden primäre und sekundäre Kopfschmerzen unterschieden. Bei den primären Kopfschmerzen ist der Kopfschmerz selbst die Erkrankung und bei den sekundären findet sich eine andere Grundkrankheit, die als Symptom (auch) Kopfschmerzen verursacht.


Bei den primären Kopfschmerzen ist Diagnostik nicht immer notwendig und normalerweise unauffällig. Häufige Arten sind die Migräne und der Spannungskopfschmerz.


Sekundäre Kopfschmerzen treten zum Beispiel im Rahmen eines schweren grippalen Infektes als sogenannter parainfektiöser Kopfschmerz auf. Auch können sie bei schwerem allgemeinem Krankheitsgefühl Symptom einer Hirnhautentzündung sein oder bei zusätzlich bestehenden neurologischen Ausfallserscheinungen bei einer Hirnblutung auftreten. Aber auch viele andere Erkrankungen wie beispielsweise Nasennebenhöhlenentzündungen, hoher Blutdruck, Gefäßentzündungen und vieles mehr kann mit Kopfschmerzen einhergehen.


Diagnostik



Im Notfall erfolgt oft zunächst die Untersuchung des Kopfes im Computertomographen (CCT)  zum Ausschluss vor allem einer Hirnblutung. Zur raschen Feststellung einer bedrohlichen Erkrankung wie einer Hirnhautentzündung und manchmal auch einer Hirnblutung, welche im CCT nicht immer gesehen werden kann, ist im Verdachtsfall die Nervenwasseruntersuchung die wichtigste Untersuchung. Weiterhin steht in unserer radiologischen Abteilung ein modernes MRT-Gerät zur geplanten Untersuchung des Gehirns zur Verfügung. Auch ein EEG kann bei umschriebenen Auffälligkeiten wichtige Hinweise liefern.


Therapie


Bei primären Kopfschmerzen sollte die akute Attacke gezielt medikamentös behandelt werden. Bei gehäuft auftretenden Attacken besteht zum Beispiel bei Migräne und Spannungskopfschmerz, aber auch bei Clusterkopfschmerzen die Möglichkeit einer medikamentösen Prophylaxe. Auch ein geregelter Tagesablauf und Entspannungsverfahren sowie regelmäßige sportliche Betätigung helfen bei manchen Kopfschmerzarten die Attackenhäufigkeit zu reduzieren. Das Führen eines Kopfschmerztagebuchs hilft dem behandelnden Arzt die Notwendigkeit einer Prophylaxe und ggf. anschließend den Erfolg zu beurteilen.


Bei sekundären Kopfschmerzen ist die Behandlung der Grundkrankheit das Mittel der Wahl.


Muskelerkrankungen


Muskelerkrankungen


Unter Muskelkrankheiten versteht man alle neuromuskulären Erkrankungen. Nach einer Klassifikation nach Walton gibt es 800 Formen.


Symptomatik


Im Volksmund werden Muskelerkrankungen auch häufig als Muskelschwund beschrieben. Tatsächlich ist der Muskelschwund neben der Muskelschwäche auch häufig ein wesentliches Krankheitszeichen, das bei diesen sehr unterschiedlich verlaufenden Erkrankungen auftritt. Dieses Symptom kann auf wenige Muskelgruppen begrenzt bleiben, oder auch, je nach Erkrankungsform, die gesamte Muskulatur erfassen. Es gibt eine Vielzahl von Ursachen, die zu einer teils lokalen, teils den ganzen Körper betreffenden Abnahme der Muskelmasse führen können. Die Ursachen können in den für die Bewegung zuständigen Nervenzellen des Rückenmarks, in den versorgenden Nerven, in der Überleitung von Nerv auf den Muskel oder in der Muskulatur selbst liegen.


Diagnostik und Therapie


ln der Neurologischen Klinik Dülmen stehen zur Diagnosestellung elektrophysio-logische Untersuchungsmöglichkeiten wie die Elektroneurographie und die Elektromyographie zur Verfügung. Ferner können bei Stoffwechselerkrankungen der Muskulatur auch Stoffwechseluntersuchungen wie der Lactat-Ischämietest durchgeführt werden.


Häufig ist zur endgültigen Diagnosestellung eine Muskelbiopsie notwendig, welche von den chirurgischen Kollegen unseres Klinikverbundes nach Terminvereinbarung durchgeführt werden kann.


Bei neuromuskulären Übertragungsstörungen wie der Myasthenia gravis stehen sämtliche diagnostische und therapeutische Möglichkeiten wie die Antikörperdiagnostik, die CT-Diagnostik des Thorax mit Frage nach einem Thymom sowie die Einstellung auf eine Immuntherapie zur Verfügung.


Bei krisenhafter Verschlechterung der Muskelkraft im Rahmen der Grunderkrankung kann vor Ort eine Plasmaaustauschbehandlung durchgeführt werden. Bei autoimmun bedingten Entzündungen der Muskulatur (Myositis) besteht die Möglichkeit der stationären Verabreichung von intravenösen Immunglobulinen (IVIG).


Polyneuropathie


Polyneuropathie


Die Polyneuropathie zählt zu den Erkrankungen des peripheren Nervensystems.


Symptomatik


Sie betrifft mehrere Nerven, die außerhalb von Gehirn und Rückenmark – dem zentralen Nervensystem – liegen. Die Folge sind Empfindungs- und Funktionsstörungen in jenen Körperregionen, die von den geschädigten Nerven versorgt werden. Die peripheren Nerven verbinden das Zentralnervensystem mit dem Gesicht, den Gliedmaßen, den Eingeweiden und den Sinnesorganen. Manche sorgen dafür, dass sich Muskeln zusammenziehen, andere, dass Reize wie Schmerz oder Kälte von den Sinnesorganen ans Gehirn gemeldet werden.


Darüber hinaus gibt es periphere Nerven, die die Aktivität der inneren Organe steuern. Man bezeichnet sie als autonom, da ihre Aktivität nicht dem Willen unterworfen ist.


Die häufigsten Ursachen der Polyneuropathie ist der Diabetes mellitus sowie ein chronischer Alkoholkonsum. Daneben gibt es auch seltenere Erkrankungen wie z.B. Entzündungen des peripheren Nervensystems wie das akute Guillain-Barré-Syndrom (GBS) oder die chronisch inflammatorische demyelinierende Polyneuropathie (CIDP). Letztendlich können subakut auftretende Polyneuropathien auch Ausdruck eines latenten Tumorleidens sein.


Diagnostik und Therapie


ln der Neurologischen Klinik Dülmen stehen zur Diagnostik die Elektroneurographie und die evozierten Potentiale zur Vermessung der Nervenfunktion zur Verfügung, außerdem die Elektromyographie. Daneben schließt sich eine ausführliche Diagnostik des Liquors (Nervenwassers) an zur Diagnose von entzündlich bedingten Polyneuropathien. Ergänzend können bildgebende Verfahren zur Tumordiagnostik zum Einsatz kommen. Sollte sich unter den genannten Maßnahmen weiterhin keine Diagnose stellen lassen, ist die Möglichkeit einer Nervenbiopsie vor Ort gegeben durch die chirurgischen Kollegen unseres Klinikverbundes.

Bei akut auftretender Nervenentzündung mit Lähmungserscheinungen wie z. B. dem Guillain-Barré-Syndrom (GBS) kann vor Ort eine Plasmaaustauschbehandlung durchgeführt werden.


Bei chronischen Entzündungen wie z. B. der chronisch inflammatorischen Polyneuropathie (CIDP) oder der multifokalen motorischen Neuropathie (MMN) kann eine regelmäßige Verabreichung von intravenösen Immunglobulinen (IVIG) im stationären Rahmen erfolgen.


Demenz (Gedächtnisstörung)


Demenz (Gedächtnisstörung)


Mit zunehmendem Lebensalter in der Gesellschaft spielen Gedächtnisprobleme und Demenz eine immer größere Rolle. Aber wann sind Gedächtnisstörungen noch Ausdruck eines normalen Alterungsprozesses sind oder aber bereits frühe Symptome einer beginnenden Demenzerkrankung.


Oft erfolgt die Diagnosestellung spät. Dies liegt vor allem daran, dass Betroffene und Angehörige die Symptome mit dem höheren Alter erklären. Ein frühzeitiges Erkennen ist bei dementiellen Erkrankungen jedoch entscheidend vor allen Dingen um andere Ursachen auszuschließen.


Ursachen einer Demenz


Die häufigste Form der Demenz ist der Morbus Alzheimer, die Entstehungsursache ist bis heute nicht geklärt.  Oft kommen aber auch Mischformen vor, z.B. bei zusätzlichen Durchblutungsstörungen, weshalb der differenzierten Diagnostik eine große Bedeutung zukommt.


So können eben auch Fehl- oder Mangelernährung oder Stoffwechselerkrankungen Grund  einer dementiellen Störung sein sowie Entzündungen von Gehirnstrukturen oder eine Störung des Gehirnwasserflusses. Da diese Erkrankungen in der Regel gut behandelt werden können, ist eine gründliche Untersuchung von Patienten mit den Symptomen einer Demenz unverzichtbar.


Diagnostik und Leistungen



  • Neuropsychologische Testung zur Früherkennung/Ausschluss von krankhaften Gedächtnisstörungen

  • Diagnose anderer Erkrankungen mit dementiellen Symptomen mittels EEG, Labor- und Liquordiagnostik

  • Beratung und Therapieempfehlung

  • Aufklärung und Information von Patienten und Angehörigen


Therapie


Die Therapie ist abhängig von der Ursache. Es kommen häufig medikamentöse Maßnahmen in Betracht.


Bandscheibenvorfall


Bandscheibenvorfall


Die Bandscheiben bilden die Verbindung zwischen den Wirbelkörpern der Wirbelsäule und ermöglichen deren Beweglichkeit. Jede unserer 23 Bandscheiben besteht im Inneren aus dem sogenannten Gallertkern (Nucleus pulposus), der wie eine Art Gelkissen wirkt. Dieser ist von einem harten Faserring (Anulus fibrosus) umgeben, der die Bandscheibe in ihrer Position fixiert.


Symptomatik


Mit dem Alter sinkt der Wassergehalt und somit die Elastizität der Bandscheibe. Bekommt der Faserring infolgedessen kleine Risse, kann sich der Gallertkern nach außen vorwölben (Protrusion). Durchbricht der Gallertkern den Faserring, kommt es zum Bandscheibenvorfall (Prolaps). Am häufigsten tritt ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) auf (lumbaler Bandscheibenvorfall). Manchmal ist auch der Übergang von der Brust- zur Lendenwirbelsäule (thorakolumbal) oder von der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein (lumbosakral) betroffen.


Deutlich seltener (in etwa zehn Prozent der Fälle) kommt es an der Halswirbelsäule (HWS) zu einem Bandscheibenvorfall (zervikaler Bandscheibenvorfall). Die Beschwerden, die ein Bandscheibenvorfall auslöst, hängen davon ab, wo er auftritt, wie groß er ist und ob Nerven beziehungsweise Nervenwurzeln beteiligt sind. Üblicherweise klagen die Patienten über starke Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in ein Bein oder über Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in die Arme. Bei großen Bandscheibenvorfällen kann es auch zu akuter Blasen-und Mastdarmlähmung kommen. Dies stellt ein Notfall dar.


Diagnostik und Therapie


Zur genauen Lokalisation und Größenbeurteilung der Vorfälle wird ein MRT der Lendenwirbelsäule oder der Halswirbelsäule durchgeführt. ln der Neurologischen Klinik Dülmen werden Bandscheibenvorfälle konservativ behandelt, sofern keine Lähmungserscheinungen auftreten. Neben einer Infusionstherapie mit Schmerzmitteln und Kortison werden physiotherapeutische Übungen und Anwendungen wie Massage, Fango-Packungen und Stangerbad durchgeführt.


Sollten sich die Symptome unter einer Infusionstherapie nicht ausreichend zurückbilden, besteht auch die Möglichkeit zur „periradikulären Therapie“ unter computertomographischer Kontrolle durch unsere radiologische Abteilung. Hierbei wird unter „Röntgen-Sicht“ eine Nadel bis an die Nervenwurzel herangeführt und Lokalbetäubungsmittel und Kortison verabreicht.


Die Behandlung muss oft ein oder zweimal wiederholt werden, um eine ausreichende Schmerzlinderung zu erreichen. Sollte bei Vorliegen von Lähmungserscheinungen

die Indikation zur Operation bestehen, arbeiten wir unter anderem mit der Neurochirurgie der Uniklinik Münster.


Infektiöse ZNS-Erkrankungen


Infektiöse ZNS-Erkrankungen


Abhängig vom Erreger können infektiöse Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) sich akut entwickeln und mit schwerem Krankheitsgefühl, Fieber und Kopfschmerzen einhergehen. Aber auch langsame, schleichend voranschreitende Erkrankungen mit Ausfallserscheinungen wie beispielsweise Gesichtslähmungen oder ausstrahlende Schmerzen in die Extremitäten kommen vor. Es ist ein Befall der Hirnhäute, des Gehirns, des Rückenmarks und der vom Rückenmark abgehenden Nervenwurzeln möglich.


Ursachen


Bei den schweren akut auftretenden Erkrankungen handelt es sich um bakterielle Infekte zum Beispiel durch Meningokokken oder Pneumokokken oder virale Erreger wie das Herpes-Virus.

Bei den sich schleichend entwickelnden Infektionen ist häufig zunächst ein anderes Körperteil infiziert und erst im Verlauf bei fehlender Ausheilung wird auch das zentrale Nervensystem befallen. Es kommen die von Zecken übertragenen Bakterien (Borrelien) oder Viren (FSME) in Betracht. Aber auch Erkrankungen wie Syphillis und AIDS können später ZNS-Infektionen hervorrufen.


Diagnostik


Die wichtigste Untersuchung ist die Nervenwasserpunktion, wo das Nervenwasser entnommen wird und auf verschiedene Erreger, teils in unserem Labor, teils im Speziallabor in Münster, untersucht wird. Je nach Schwere der Erkrankung erfolgt die Nervenwasseruntersuchung schon in der Notaufnahme. Weiterhin werden je nach Befall  in unserer radiologischen Abteilung im neuen und modernen MRT-Gerät das Gehirn oder Rückenmark untersucht. Ein EEG kann ebenfalls eine Infektion des Gehirns mit regionalen Auffälligkeiten darstellen.


Therapie


Bei schweren Infektionen erfolgt eine intensivmedizinische Überwachung auf unserer interdisziplinären Intensivstation. Bis zum Erhalt des Erregers erfolgt eine breite antibiotische und antivirale Therapie, welche nach Erregeridentifizierung angepasst wird.

Bei den sich langsam entwickelnden leichteren Erkrankungen erfolgt nach Erhalt der Erregerdiagnostik eine gezielte antibiotische oder antivirale Therapie.


Ambulanz für Botulinumtoxin


Botulinumtoxin-Spezialambulanz


In der Bewegungsambulanz der Neurologie der Christophorus-Kliniken wird Patienten die Behandlung mit Botulinumtoxin angeboten.


Botulinumtoxin ist ein von Bakterien produziertes Eiweiß. Die Substanz führt zu einer Hemmung der Acetylcholinausschüttung aus den praesynaptischen Vesikeln und somit zu einer Unterbrechung der Impulsübertragung vom Nerven auf den Muskel.


Therapeutisch nutzte erstmals Anfang der 70er Jahre der Augenarzt Scott aus San Francisco das Toxin zur Behandlung des Strabismus (Schielen). 1982 begannen verschiedene Arbeitsgruppen mit dem Einsatz beim Blepharospasmus und Hemispasmus facialis. Seit 1984 wird Botulinumtoxin auch bei komplexeren Dystonien (z.B. spastischer Schiefhals

oder Schreibkrampf) und seit den 90er Jahren bei Patienten mit Spastik erfolgreich eingesetzt.


Die Behandlung selbst besteht aus einer Injektion der Substanz von wenigen Millilitern in die betroffenen Muskeln. Krankhaft verkrampfte Muskeln können durch die Injektion von Botulinumtoxin ruhig gestellt werden, ohne dass bleibende Schäden erzeugt werden. Die Wirkung setzt meist nach drei bis fünf Tagen ein und hält drei bis vier Monate an. Die Behandlung wird daher in der Regel vierteljährlich wiederholt.


Von besonderer Bedeutung ist die Identifizierung der Muskeln, welche die Beschwerden auslösen. Hierzu dient die Untersuchung der elektrischen Muskelaktivität durch eine Elektromyographie. Mit dieser Untersuchungstechnik kann festgestellt werden, in welchen Muskeln Überaktivität auftritt und wie stark diese ist.


Das Präparat wird unter anderem bei folgenden Störungen erfolgreich eingesetzt:





    • Lidkrampf und Gesichtskrampf (Blepharospasmus und Facialisspasmus

    • Spastischer Schiefhals (Torticollis

    • Schreibkramp

    • Spastik nach Schlaganfall




Liegt eine dieser Indikationen vor, werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen.


 


Ermächtigungsambulanz auf Zuweisung vom niedergelassenen Allgemein- oder Facharzt:


Dienstag und Donnerstag 13:30 Uhr bis 15:30 Uhr


Behandlung von Lid- und Gesichtskrampf (Blepharospasmus und Facialisspasmus), spastischer Schiefhals (Torticollis), Schreibkrampf, Spastik nach Schlaganfall.


Die Anmeldung erfolgt über Frau Alichmann-Gudorf (02594-9247768).


Bitte bringen Sie zum vereinbarten Termin eine gültige Überweisung, Ihre Krankenkassenkarte und alle wichtigen Vorunterlagen (Medikamentenliste, Untersuchungsergebnisse und Röntgenbilder/CD’s) mit.


 

Weiteres Team

Jeannette Overbeck, Diplom-Psychologin, Klinische Neuropsychologin, GNP, Psychologische Psychotherapeutin
Nicole Jost, Ergotherapeutin, Ergotherapie
Aljona Zado, Ergotherapeutin, Ergotherapie
Nadine Kleen, Parkinson Nurse und MS Nurse
Markus Altrath, Physiotherapeut, Physiotherapie
Tanja Strotmann, Logopädin, Fachtherapeutin für Dysphagie, Logopädie
Vinay Lovermann, Atem-, Stimm- und Sprechlehrer
Sigrid Stoltenow, Neurophysiologin, Neurologische Klinik

INFORMATIONSPLUS

Privatsprechstunde


PRIVATSPRECHSTUNDE


bei Dr. Pérez-González


Ambulante Privatsprechstunde (es besteht keine ambulante Kassenzulassung)


Montag bis Donnerstag 13:30 Uhr bis 15:30 Uhr und nach Vereinbarung


Die Anmeldung erfolgt im Neurologischen Sekretariat (Frau Schotte / Frau Voß, Telefon 02594 92-21132). Hier werden Ihre Patientendaten (Name, Geburtsdatum, Adresse und Krankenversicherungsdaten) erhoben und eine Patientenakte erstellt.


Bitte bringen Sie alle wichtigen Vorunterlagen (Medikamentenliste, Untersuchungsergebnisse und Röntgenbilder/CD`s) mit.


Stationäre Behandlung


Stationäre Behandlung


Für eine geplante stationäre Aufnahme vereinbaren Sie bitte einen Termin im Neurologischen Sekretariat (Frau Schotte / Frau Voß, Telefon 02594-922113).


Aufnahmetermine sind in der Regel Montag bis Freitag von 9:30 Uhr bis 11:00 Uhr.


Bitte bringen Sie zum vereinbarten Aufnahmetermin eine Verordnung von Krankenhausbehandlung (Einweisung) vom niedergelassenen Allgemein- oder Facharzt mit, einen aktuellen Medikamentenplan bzw. die Medikation, die Sie regelmäßig einnehmen für den Tag sowie sämtliche Vorunterlagen (Untersuchungsergebnisse, Röntgenbilder/CD’s etc.).


Für eine notfallmäßige stationäre Aufnahme stehen wir jederzeit zur Verfügung. Sollte es möglich sein, bitten wir um eine kurze telefonische Rücksprache. Außerhalb der Sekretariatszeiten wenden Sie sich bitte an die Pforte (02594 92-00) und lassen Sie sich mit dem neurologischen Dienstarzt verbinden.


Die Belegung erfolgt auf den Stationen A1, A2 oder A4 bzw. auf der Stroke Unit.


Gutachtenerstellung


Gutachtenerstellung


Es besteht die Möglichkeit neurologische Gutachten (z.B. zum Thema Rente oder MdE) unter chefärztlicher Anleitung zu erstellen. Abgaben sind dabei weder an den Chefarzt noch an den Krankenhausträger zu leisten. 


Ärzteteam


Ärzteteam


Unser Ärzteteam setzt sich bei einer durchschnittlichen Belegung von 60 Betten (davon sechs Betten auf der Stroke Unit und ein Bett auf der Intensivstation) wie folgt zusammen:



  • ein Chefarzt

  • vier Oberärzte und

  • 12 Assistenzärztinnen und Assistenzärzte (davon zwei Fachärzte)


Ärztliche Entlastung


Ärzte werden entlastet durch



  • Übernahme der DRG-Codierung durch die Abteilung für Controlling.

  • Blutentnahme durch studentische Hilfskräfte an Wochenenden oder Feiertagen

  • Stationsarztsekretariat


Arbeitszeitgesetz


Wir setzen das Arbeitszeitgesetz voll um. Die nächtlichen Bereitschaftsdienste finden im wöchentlichen Rotationssystem statt. Uns sind ein kollegiales Arbeitsklima und der Einklang zwischen Beruf und Familie sehr wichtig. (Das Haus ist zertifiziert mit dem Zertifikat „Beruf und Familie“.)Die Bereitschaftsdienste werden mit einer Woche Freizeitausgleich abgegolten.


Fort- und Weiterbildung für Mitarbeiter


Weiterbildungsermächtigung


Die volle Weiterbildungsermächtigung von 48 Monaten für die Neurologie liegt vor. Wir sind gerne im Anschluss an die neurologische Weiterbildung behilflich bei der Vermittlung einer Stelle als Weiterbildungsassistent im Fach Psychiatrie in der Klinik am Schloßgarten in unmittelbarer räumlicher Nähe und auf Wunsch auch in der hiesigen Medizinischen Klinik.


Die Klinik ist von der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie (DGKN) anerkannte Weiterbildungsstelle für EEG, Elektromyographie (EMG) einschließlich ENG und evozierte Potentiale (EVOP). Die Ausbildungsermächtigung für Spezielle Neurologische Ultraschalldiagnostik ist beantragt.


Fortbildungen für Mitarbeiter


Wir bieten allen Mitarbeitern ein Fortbildungsbudget an, aus dem externe Fortbildungen bezuschusst werden. Grundsätzlich werden die Kosten zum Erwerb der Sachkunde für radiologische Notfalldiagnostik komplett übernommen.


Darüber hinaus verfügt die Klinik über eine hauseigene Bibliothek mit umfangreicher neurologischer Fachliteratur.


Klinikinterne Fortbildungsveranstaltungen


Wöchentlich bieten wir Fortbildungen durch interne und externe Referenten an, die von der Ärztekammer als qualifizierte Fortbildungsveranstaltung zum Erwerb des Fortbildungszertifikats mit jeweils 2 Punkten anerkannt werden.


In den Fortbildungscurricula werden u.a. auch die theoretischen Kenntnisse der verschiedenen Untersuchungstechniken (EMG, ENG, EVOP, Duplexsonographie, EEG) begleitend zur täglichen Praxis vermittelt.


Ausbildungscurriculum


Ausbildungscurriculum


Wir bieten ein logbuchbasiertes Ausbildungscurriculum für alle Funktionsuntersuchungen.


Weiterbildungsablauf im Einzelnen:


Neurovaskuläre Ultraschalldiagnostik:

Innerhalb des 1. Weiterbildungsjahres ist eine Rotation auf die Stroke Unit für drei Monate vorgesehen. In dieser Zeit vermitteln wir unter oberärztlicher Anleitung insbesondere auch umfangreiche Kenntnisse der neurovaskulären Ultraschalldiagnostik.


Neurophysiologie:

Im 2. Weiterbildungsjahr werden unter oberärztlicher Supravision drei Monate halbtags umfangreiche Kenntnisse der Neurophysiologie (EMG, ENG, EVOP) vermittelt.


EEG:

Einmal wöchentlich finden EEG Fortbildungen statt mit Besprechung der selbständig erhobenen Befunde.


Das Rotationsschema wiederholt sich regelmäßig